Schoppen im schmalsten Haus der Stadt

Neueröffnung: "Grapes" bringt Weinspezialitäten an den Wertheimer Marktplatz

Wertheim
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Auf die erfolgreiche Zukunft der Weinstube "Grapes" stoßen Stefan Kempf (rechts) und Konrad Michel (links) mit Betriebsleiterin Justine Grein an. Foto: Grapes Wertheim GmbH
Foto: Grapes Wertheim
Der Wert­hei­mer Markt­platz ist um ei­ne At­trak­ti­on rei­cher: An die­sem Frei­tag öff­net dort mit dem "Gra­pes" ge­nann­ten Lo­kal ei­ne Wein­stu­be in ei­nem der prä­gen­den Ge­bäu­de. Die Co­ro­na-Pan­de­mie sorgt da­für, dass die Er­öff­nungs­fei­er auf das Früh­jahr ver­scho­ben wird.

"Wir freuen uns, dass es los geht", sagt Stefan Kempf, der zusammen mit Konrad Michel das Lokal betreiben wird. Der Wertheimer Gastronom und der Weinhändler haben im Dezember 2020 die ersten Pläne vorgelegt, am 20. Januar 2021, also vor fast genau einem Jahr, von der Hygieneabteilung des Veterinäramtes die Machbarkeit ihres Konzepts prüfen lassen. Seitdem wurde saniert und umgebaut. Eigentlich hatten Michel und Kempf schon im Mai mit einem Ausschank durch ein Verkaufsfenster geliebäugelt, dann rückte die geplante Eröffnung in den November. "Aber jetzt sind wir da", sagt Kempf und begründet den Verzug mit der herausfordernde Sanierung des historischen Gebäudes.

Bei einer Vorab-Besichtigung in kleinem Kreis überbrachte Jürgen Strahlheim die Glückwünsche der Stadt. Die Weinstube, so seine Überzeugung, ist ein "besonderes Schmuckstück am Marktplatz und wird die Innenstadt zusätzlich beleben", wird der städtische Wirtschaftsförderer in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung zitiert.

Zum Start vier Arbeitsplätze

Mit zwei Festangestellten und zwei Aushilfen soll der Betrieb starten, erklärt Kempf. "Im Frühjahr mit der Außenbestuhlung sollen es mehr werden." Die Betriebsleitung übernimmt Justine Grein. Alle freuten sich bei der Besichtigung gemeinsam mit Gebäudeeigentümer Stefan Ries, diese wichtige Etappe bei der Sanierung des 1520 erbauten "Haus des Ritters von Zobel" erreicht zu haben. Das gehört bei Stadtrundgängen durch seinen spektakulär schmalen Giebel und den Fassadenschmuck zu den beliebtesten Fotomotiven.

In dem Gebäude war bis 2015 ein Glaskunstgeschäft untergebracht, seit 2017 stand es leer. Nun gibt es im Weinlokal Platz für bis zu 30 Gäste im Erdgeschoss und für bis zu 15 Personen in einem separaten Veranstaltungsraum im Obergeschoss. Bei gutem Wetter soll durch ein "Schoppenfenster" auch "Viertele" für Marktplatzbesucher verkauft werden. Daneben soll es auch ein kleines Speisenangebot aus regionalen Spezialitäten geben. Geöffnet ist künftig Dienstag bis Donnerstag von 16 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag von 12 bis 22 Uhr und Sonntag von 15 bis 22 Uhr. Eine Reservierung empfiehlt sich. "Für diesen Freitag sind wir schon ausreserviert", sagt Kempf.

Herausfordernd

Für das Zusammenbringen aller Akteure und die gute Zusammenarbeit bei der Sanierung dankten Kempf und Michel der Stadtverwaltung, heißt es in der Pressemeldung. In dieser außergewöhnlichen Zeit einer andauernden Pandemie einem denkmalgeschützten Gebäude mit einer Gastronomie neues Leben einzuhauchen, sei eine Mammutaufgabe. "Dass wir dabei auf die Unterstützung der gesamten Stadtverwaltung, insbesondere der städtischen Wirtschaftsförderung, zählen konnten, hat uns motiviert, im teilweise zähen und nervenaufreibenden Sanierungsprozess dranzubleiben", wird Konrad Michel zitiert. Wie Strahlheim anmerkt, seien zuvor mehrere Versuche gescheitert, eine Weinstube in der Innenstadt anzusiedeln. scm

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