Donnerstag, 24.09.2020
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Im Dezember 1969?

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Külsheims Bürgermeister Erhard Junghans ehrt (von links) Siglinde Matzer, Brigitte Barwig und Emilie Schmitt.
Foto: Repro: Siegfried Albert
Schnee und Kälte haben diesen Wasserfall erstarren lassen und glitzernde Eiszapfen geschaffen. Repro (3): Siegfried Albert
Foto: Repro: Siegfried Albert
Eine große Zahl von Mainschiffen muss den Jahreswechsel im zugefrorenen Haslocher Schutzhafen verbringen.
Foto: Repro: Siegfried Albert
• ? war­nen das Land­rat­s­amt und die Stadt Wert­heim vor den Ge­fah­ren, die beim gro­ßen »Feu­er­zau­ber« in der Sil­ves­ter­nacht durch Un­fäl­le und Brän­de dro­hen. Die im Han­del er­hält­li­chen Feu­er­werks­kör­per sei­en bei rich­ti­gem Ge­brauch un­ge­fähr­lich.

Wer die aufgedruckte Gebrauchsanweisung beachte, könne weder sich noch andere gefährden, gefährlich seien jedoch selbst gefertigte Feuerwerks- und Sprengkörper. Ihr Besitz sei deshalb verboten und strafbar. Nach den gesetzlichen Bestimmungen dürften nur Feuerwerkskörper der sogenannten Klasse I (Feuerwerksspielwaren) an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden. Für Feuerwerk der Klasse III sei eine Sprengstofferlaubnis erforderlich. Knallkorken dürften nur in ganzen Schachteln abgegeben werden. Verboten sei es, Feuerwerkskörper der Klassen II und III ohne besondere Erlaubnis der Ortspolizei an bewohnten Orten oder gar in geschlossenen Räumen anzuzünden.

? hat »General Winter« das Mainviereck auch zum Jahreswechsel 1969/70 voll im Griff. Im Spessart und Odenwald gibt es Tiefsttemperaturen um minus zehn Grad und als Folge davon ist der Main fast komplett zugefroren. So wird eine ansehnliche Zahl von Mainschiffen zu einem unfreiwilligen Aufenthalt im Schutzhafen von Hasloch gezwungen. Sie sind durch riesige Eisschollen gestoppt worden. Nachdem die Schifferfamilien bereits die Weihnachtsfeiertage auf ihren Lastkähnen verbrachten, müssen sie - nach Auskunft der Wetterämter - auch den Rutsch ins neue Jahr in den geheizten Kabinen erleben.

? befürchtet man, dass mit Sektkorken, Knallfröschen und Raketen in der Silvesternacht auch viele Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen in die Höhe steigen. 1969 sprach man von einer Preissteigerung von rund vier Prozent, und bis auf wenige Artikel, die den Preis halten oder gar billiger werden, erwartet man zum Beginn des ersten der 1970er-Jahre eine Preissteigerung um rund zehn Prozent: Der Blick in die Fernsehröhre kostet künftig 8,50 Mark, die Rundfunkgebühr klettert von 2 Mark auf 2,50 Mark, Süßigkeiten rücken auf breiter Front in die Höhe, und der Herr des Hauses müsse seiner besseren Hälfte das Haushaltsgeld aufbessern, da fast alle Lebensmittel teurer werden. Dem Trend zur Verteuerung stehen nur schwache Trostmomente gegenüber: Butter, Zucker (7 D-Mark weniger pro Doppelzentner) und Kartoffelprodukte rutschen von ihrem Preispodest. Der Heizölpreis erklimmt aber schon ungeahnte Höhen, denn innerhalb von vier Wochen wurden vier Pfennig pro Liter mehr verlangt.

? ehrt Bürgermeister Erhard Junghans in einer kleinen Feier im Sitzungssaal des Külsheimer Rathauses, an der die Bediensteten der Stadtverwaltung teilnehmen, die Hausmeisterin Emilie Schmitt für 25 Jahre Tätigkeit bei der Stadtverwaltung und verabschiedet die Angestellten Brigitte Barwig und Siglinde Matzer, die nach mehrjähriger Tätigkeit aus der Verwaltung ausscheiden.

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