Pferde getötet: Prüfung läuft immer noch

Jäger: Landratsamt sieht »hohe Komplexität«

Wertheim
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Jäger mit Waffe
ARCHIV - 20.02.2019, Bielefeld: Ein Jäger hält sein Gewehr in der Abenddämmerung. (zu dpa: «Fatale Fehlschüsse: Wenn Jäger den Falschen treffen ») Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: Friso Gentsch (dpa)
Im Ok­tober 2021 hat ein Jä­ger in Wert­heim-Die­ten­han zwei Pfer­de er­schos­sen. Das zu­stän­di­ge Land­rat­s­amt Main-Tau­ber hat im­mer noch kei­ne Kon­se­qu­en­zen ge­zo­gen.

Wie Pressesprecher Markus Moll auf Anfrage unseres Medienhauses mitteilt, habe die Behörde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, das noch nicht abgeschlossen ist.
Der Jäger hatte offenbar am 12. Oktober gegen 1.30 Uhr auf einer Koppel Pferde mit Wildschweinen verwechselt und die beiden Tiere erschossen. Der Fall war nicht vom Geschädigten angezeigt worden, sondern von einer nicht benannten dritten Person. Die Staatsanwaltschaft Mosbach hatte ein Strafverfahren gegen den Jäger im Dezember eingestellt, weil ihm keine Absicht nachzuweisen war.
Dauer »unproblematisch«
Moll nennt als Grund für die lange Dauer des Verfahrens dessen »hohe Komplexität«. Hier seien unterschiedliche Rechtsbereiche betroffen, die gegeneinander abgewogen werden müssten. »Auch gibt es keine vergleichbaren Fälle aus der Vergangenheit, die als Maßstab herangezogen werden könnten. Insofern liegt es auf der Hand, dass eine sorgfältige und rechtssichere Entscheidung entsprechend Zeit benötigt«, schreibt Moll. Da keine Verjährung drohe, sei die Verfahrensdauer »unproblematisch«. Hier gehe Gründlichkeit vor Schnelligkeit. »Das Landratsamt wird schnellstmöglich eine Entscheidung in dem Verfahren treffen«, verspricht er.
Im Raum steht eine Geldstrafe. Nach den einschlägigen Regelungen des Bundesjagdgesetzes wäre es möglich, dem Mann aufgrund fehlender Zuverlässigkeit den Jagdschein zu entziehen.
Mehr im Dossier Jagdunfälle unter: https://www.main-echo.de

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