Nachbarn einigen sich bei Firsthöhe

Gemeinderat: Drei Bauanträge passieren Gremium einstimmig - Bebauungsplan "An der Schlossmauer" geändert

Kreuzwertheim
2 Min.

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Drei Bauanträge, eine Bauvoranfrage und die zweite Änderung des Bebauungsplans "An der Schlossmauer" haben am Dienstag den Schwerpunkt der Kreuzwertheimer Gemeinderatssitzung gebildet
Die geplante Änderung des Bebauungsplans "An der Schlossmauer" erfolge im vereinfachten Verfahren, sagte Bürgermeister Horst Fuhrmann. Demnach wurde der Plan ausgelegt und lediglich das Landratsamt um eine Stellungnahme gebeten. Da die Kreuzwertheimer keine Einwände erhoben hatten und die Anregungen des Amts einem Beschluss nicht widersprachen, entschied der Rat einstimmig die Änderung als Satzung.

Kein uneingeschränktes Einverständnis bekam der Eigentümer eines Grundstücks an der Straße Im Engländlein, der entgegen des Bebauungsplans ein Nebengebäude mit Sattel- statt mit Flachdach versehen wollte: Sein Nachbar hatte zunächst die Zustimmung verweigert. Das Gebäude mit einer Höhe von 3,98 Metern verdecke ihm die Sicht von der Terrasse, hatte er in einem Vermittlungsgespräch gesagt.

Der Grundstückseigentümer hatte sich dann bereiterklärt, die Firsthöhe um einen Meter zu reduzieren. Nun stehe einer Zustimmung des Nachbarn nichts mehr im Wege, sagte der Bürgermeister. Damit stimmte auch das Gremium dem Plan einstimmig zu.

Nicht wie vom Bauherrn beantragt im Genehmigungsfreistellungsverfahren könne ein Vorhaben im Gebiet "Horben" in Röttbach abgewickelt werden, sagte der Bürgermeister. Bei der Überprüfung der Planunterlagen sei man auf einige Probleme gestoßen: Die Kniestockhöhe betrage nicht wie im Bebauungsplan festgelegt höchstens 35 sondern 50 Zentimeter, eine Garage sei mit Flachdach und nicht wie vorgeschrieben mit Satteldach geplant und das Dach solle in schwarz und nicht in rot oder braun, wie im Bebauungsplan gefordert, gedeckt werden. Dennoch stimmte der Rat den Befreiungen vom Bebauungsplan zu, auch weil es in diesem Baugebiet bereits Vorhaben mit vergleichbaren Abweichungen gibt.

Sonnenkollektoren erwünscht Eine Diskussion gab es bei der Voranfrage eines Bauherrn, der in der Röttbacher Straße eine Scheune abreißen und dort ein Wohnhaus errichten will: Landratsamt und Verwaltung legten Widerspruch ein, vor allem weil der Bauherr mit dem Neubau außerhalb der bestehenden Baulinie rund drei Meter von der Straße abrücken möchte.

Er gab an, dass er nur so Sonnenkollektoren installieren könne. Es müsse hierbei gewährleistet sein, dass eine geplante Bebauung im hinteren Teil des Grundstücks nicht beeinträchtigt werde, zumal diese im Zusammenhang mit mehreren Vorhaben stehe, die auf dem umliegenden Gelände verwirklicht werden könnten, hieß es. Letztlich stimmte der Rat der Voranfrage zu, sprach jedoch die Empfehlung aus, das Gebäude um einige Meter zu versetzen.

Keine Diskussion gab es um die geplante Errichtung einer Lagerhalle mit einer Größe von 40 auf 25 Metern im Gewerbegebiet Wiebelbach. In der Halle sollen Waren für den Anlagenbau der Firma gelagert werden, sagte der Bürgermeister. Der Rat stimmte der Genehmigung einstimmig zu. riff
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