Musikalische Reise quer über den Kontinent

Jahreskonzert: Dertinger Kinder- und Jugendchor Mandelzwerge singen in jeweiliger Landessprache

Wertheim
2 Min.

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Jahreskonzert mit dem Titel "Europa": Der Kinder- und Jugendchor Mandelzwerge aus Dertingen hat am Sonntag unter der Leitung von Antonia Schenk in der Mandelberghalle eine musikalische Reise quer über den Kontinent. präsentiert. Foto: Nadine Strauß
Foto: Nadine Strauss
Der Kin­der- und Ju­gend­chor Man­delzwer­ge aus Der­tin­gen hat am Sonn­tag in der Man­del­berg­hal­le sein Jah­res­kon­zert prä­sen­tiert. »Eu­ro­pa« war das The­ma, und auf die zahl­rei­chen Zu­hö­rer war­te­te ei­ne mu­si­ka­li­sche Rei­se qu­er über den Kon­ti­nent.

Unter der Leitung von Antonia Schenk gaben die 29 Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 5 und 18 Jahren ihr Bestes. Die Freude am Gesang und am gemeinsamen Auftritt war den Jungen und Mädchen anzusehen, und dieser Freude wurde auch musikalisch Rechnung getragen. Die Europahymne »Freude schöner Götterfunken« zog sich wie ein roter Faden durch die Vorstellung. Mal als Solo auf Gitarre, Klavier oder Akkordeon vorgetragen oder auch gesungen.

Dabei haben die Mandelzwerge allerdings ein bisschen am Original von Friedrich Schiller und Ludwig van Beethoven geschraubt und ihre ganz eigene Interpretation der »Ode an die Freude« vorgetragen.

Eigener Text zu einem Rap-Beat - das war schon eine besondere Variation des Klassikers, welche beim Publikum sehr gut ankam. Die Reise begann in England. »Amazing Grace« war zu hören - natürlich in der Landessprache, ebenso wie die meisten anderen Stücke, die noch folgen sollten, sangen die Mandelzwerge in der Sprache des jeweiligen Landes.

Chorleiterin Antonia Schenk schlüpfte immer wieder in die Rolle der Lokomotivführerin und kündigte das neue Reiseziel an. Dort angekommen, moderierten sich die Mandelzwerge selbst an und erklärten die Besonderheiten des Landes und vor allem des folgenden Liedes. In Finnland stand »Rati Riti Ralla« auf dem Programm, bevor es in Polen hieß: »Pieski male dwa«.

Schwer greifbares Thema

Antonia Schenk erzählte im Gespräch mit unserem Medienhaus: »Für die Kinder war das Thema Europa zunächst schwer greifbar.« Aber bei einem Workshoptag im Juli stand alles im Zeichen des Konzerts. Man habe Flaggen gebastelt und mit Hilfe von Gedichten, Theater, Zaubersprüchen den Kindern erklärt, worum es in den jeweiligen Liedern geht. »Ich bin sehr stolz darauf, wie gut meine Sänger und Sängerinnen mitgemacht haben, die teilweise schwierigen fremdsprachigen Texte gelernt haben und vor allem, wie sie beim Singen, Tanzen und Basteln aus sich herausgekommen sind. Das war toll zu sehen. Besonders hervorheben möchte ich noch den Zusammenhalt. Wir sind ein inklusiver Chor, hier wird jeder unterstützt, und alle helfen sich gegenseitig. Beim Workshop haben sich alle nochmal besser kennengelernt«, zieht Antonia Schenk ein positives Resümee.

Der Beitrag für Rumänien hieß »Oac oac diridam«, das in der deutschen Übersetzung vorgetragen wurde. Ein besonderer Moment war die ukrainische Nationalhymne im Anschluss. Der Chor führte einen Friedenstanz auf, wofür jedes Kind zu einer Landesflagge wurde und die Bühne somit zu einem Fahnenmeer.

Ein Abstecher nach Kroatien brachte »kad si sretan« mit, bevor in Österreich »Unsre kleine Nachtmusik« gesungen wurde.

Lieder auf Empfehlung

Auf Empfehlung von Menschen aus den jeweiligen Ländern wurden diese traditionellen Lieder ausgewählt. Sie halfen auch mit Übersetzungen und Lautsprachen. Für Italien, Spanien und Frankreich standen dann zum Abschluss »Valzer del moserino«, »Sofia« und »Je ne parle pas francais« auf dem Programm.

Die Europareise endete wieder in Dertingen, und die Mandelzwerge stellten fest, dass Musik die Menschen in ganz Europa verbindet.

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