»Mit Herz und Verstand« die Kirche hergerichtet

Gottesdienst: Kirchendienerin Irene Diehm entpflichtet

Wertheim
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Mit drei Frauen lenkte Kirchendienerin Irene Diehm (Zweite von links) jahrzehntelang die Geschicke der Kirchengemeinde Eichel-Hofgarten: Von links: Pfarrerin Verena Mätzke, Dekanin Wibke Klomp und Schuldekanin Cornelia Wetterich. Foto: Riffenach
Foto: Peter Riffenach
Mit ei­nem Fest­got­tes­di­enst entpf­lich­te­te die Kir­chen­ge­mein­de Ei­chel-Hof­gar­ten am Frei­tag Ire­ne Diehm von ih­rer Auf­ga­be als Kir­chen­die­ne­rin.

Mit sehr persönlichen Worten erinnerten Dekanin Wibke Klomp, Schuldekanin Cornelia Wetterich, Pfarrerin Verena Mätzke sowie die Kirchenälteste Anne-Cathrin Merklein an die beeindruckende Leistungsbilanz und würdigten die Scheidende, die mit »Herz und Verstand ihre Kirche herrichtete«.

Man schrieb das Jahr 1992, als das Ehepaar Zimbel, das sich jahrzehntelang gemeinsam um die Veitskirche in Eichel gekümmert hatte, in Ruhestand ging. Die junge Pfarrerin Wetterich machte sich auf die Suche nach einer Nachfolge, was sich nicht einfach gestaltete. Die Fußstapfen, die die Vorgänger hinterließen, waren groß, aber sie wurden von Irene Diehm und ihrer Familie, die immer mithalf und an ihrer Seite stand, in den zurückliegenden 30 Jahren spielend ausgefüllt, wie sich die Rednerinnen einig waren.

Sie hat die Kirche auf- und abgeschlossen, den Kirchenraum unter anderem mit Blumenschmuck, überwiegend aus dem eigenen Garten, für den Gottesdienst vorbereitet, aufgeräumt und saubergemacht, Glocken zu Gottesdiensten und Begräbnissen, Taufen und Trauungen geläutet. Sie hat sich, unterstützt von ihrem Mann Günther, um das Außengelände und um Reparaturen gekümmert, bei denen sie auch mal ihre Söhne unterstützten. Zudem kümmerte sich Diehm auch um das Gemeindehaus im Hofgarten.

Sie habe ihre Aufgabe stets treu und zuverlässig wahrgenommen, waren sich die drei Priesterinnen einig, denen sie in den drei Jahrzehnten zur Seite stand. Vor allem aber spüre man in dem Kirchenraum immer auch die Liebe zu Gott und den Geist, der Irene Diehm bewegt, lobte Klomp und Verena Mätzke, die eigens aus Heidelberg angereist war, erinnerte an einen Satz, den sie immer wieder von der Kirchendienerin hörte: »Ich richt' mich schon«, sagte sie immer, wenn eine überraschende Aufgabe auf sie zukam.

Erfreulich ist, dass die Nachfolge von Diehm geregelt werden konnte, freute sich die Dekanin und stellte Elvira Matikowski, Kirchendienerin an der Martin-Luther-Kirche Bestenheid, vor, die diese Aufgaben zusätzlich übernehmen wird.

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