Mischung aus Cello und Liszt: »Die Celliszten« in Bronnbach

Konzert: Am 28. Oktober um 15.05 Uhr auf BR-Klassik

Wertheim-Bronnbach
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Ein Hauch von gro­ßer wei­ter Welt liegt am Sams­ta­g­a­bend über dem Bern­hard­saal des Klos­ters Bronn­bach: Acht jun­ge Cel­lis­ten, die sich zum Wei­ma­rer En­sem­b­le »Die Cel­lisz­ten« zu­sam­men­ge­fun­den ha­ben, und aus ver­schie­de­nen Län­dern und Kon­ti­nen­ten stam­men, un­ter­hiel­ten ih­re Gäs­te meis­ter­haft mit »Süda­me­ri­ka­ni­schen Im­pres­sio­nen«.
Und für alle, die nicht dabei sein konnten: Das Konzert, das vom Kulturkreis Wertheim in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Kloster Bronnbach veranstaltet wurde, ist in einem Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks, Studio Franken, am Samstag, 28. Oktober, um 15.05 Uhr auf BR-Klassik nachzuhören.      
Im Mittelpunkt standen zwei der neun Werke »Bachianas Brasileiras« von Heitor Villa-Lobos, des in Rio de Janeiro geborenen Komponisten und Dirigenten.
Johann Sebastian Bach war schon für den Künstler schon in jungen Jahren eines der bedeutendsten Vorbilder und so verarbeitete er brasilianische Volksmelodien in Suiten im Stil Bachs. Die Arie in der Suite Nummer 5 übernahm Janina Ruh, die neben ihrer Celloausbildung seit 2013 auch in Gesang ausgebildet wird. Sie und die übrigen Mitglieder des Ensembles sind oder waren Schüler von Professor Wolfgang Emanuel Schmidt von der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Er und einige der Ensemblemitglieder haben bei David Geringas studiert, dem litauischen Cellisten und Dirigenten, der ebenfalls schon in Bronnbach zu Gast war.
Heiterkeit und Leichtigkeit, wie sie der südamerikanischen Mentalität entspricht, zauberten die Tangokompositionen des Argentiniers Astor Piazzolla am Samstagabend in den ehrwürdigen Klostersaal. Die Freude am Vorspiel der Werke dieses Künstlers war den jungen Musikern unschwer anzumerken und es war deshalb nicht verwunderlich, dass die Zugaben am Schluss des Konzerts ebenfalls aus dessen Feder stammten. In der »Mosesfantasie« des Italieners Nicolo Paganini zeigte Christoph Heesch, dass er auf dem besten Weg ist, sich der virtuosen Technik des berühmten Geigers anzunähern.
Die außergewöhnlich fantasievollen Variationen zu »Greensleeves«, einem englischen Volkslied, die Joel Blido gemeinsam mit Ivan Skanavi spielte, stammen von Sergej Drabkin, der als Gast nach Bronnbach gekommen war.
Filmmusik scheint langsam ihren festen Platz im Repertoire klassischer Konzerte zu finden und fügt sich hervorragend ein. Das zeigte das Beispiel von Ennio Morricones »Man with the Harmonica« aus dem Film »Spiel mir das Lied vom Tod«. Im vom gesamten Ensemble gespielten Stück ist ganz besonders erwähnenswert und interessant der vom Cello übernommene Part der Mundharmonika.
Weitere Komponisten, die zum Programm des Abends gehörten, waren Joseph Haydn, Francois Couperin und Helmut Abel. Elita Schrenker
bAufzeichnung des Konzerts am Samstag, 28. Oktober, 15.05 Uhr, auf BR-Klassik.
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