Mirjam und Jonathan Haussmann lassen sich im Main taufen

Religion: Geschwister werden mit einem Bad im Main in der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten aufgenommen

Wertheim
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… und seine Schwester Mirjam Haussmann. Fotos: Peter Riffenach
Foto: Peter Riffenach
Sie wurden am Samstag von Täufer Paul Ratsara im Main getauft: Jonathan …
Foto: Peter Riffenach
Die Tau­fe ist in al­len Kir­chen ein sehr spi­ri­tu­el­ler Akt, doch bei der Frei­kir­che der Sie­ben­ten-Tags-Ad­ven­tis­ten ge­winnt er ei­ne be­son­de­re Be­deu­tung: Dort wer­den kei­ne Kin­der, son­dern Er­wach­se­ne oder Ju­gend­li­che ge­tauft.
Am Samstag fand eine auch für die Wertheimer Gemeinde besondere Zeremonie statt. Das Geschwisterpaar Mirjam und Jonathan Haussmann ließ sich zum Zeichen ihrer Aufnahme in die Gemeinde im Main untertauchen und das auch noch von einem ganz besonderen Täufer.
Es glich einer kleinen Prozession, als am Samstag rund 70 festlich gekleidete Menschen von Urphar aus zu einer kleinen Bühne am Main zogen. In den Stunden zuvor hatten sie bereits gemeinsam einen Gottesdienst in der Comenius-Realschule in Bestenheid und ein Mittagessen erlebt. Nun standen sie am Ufer des Mains und vor ihnen die beiden Täuflinge in ihr knöchellanges blaues Taufkleid gehüllt. Mit der Taufe werde das alte Leben abgeschlossen und ein neues Kapitel begonnen, sagte Paul Ratsara.
Der Täufer ist Präsident der Division der Siebenten-Tags-Adventisten für Südafrika und den Indischen Ozean. »Er ist wie wir auf Madagaskar geboren und ein persönlicher Bekannter«, sagt der Vater der beiden Täuflinge, Rakotoarimihanta Giebfried Andriamilantosoa Ndrirah Haussmann. Die Entscheidung zur Taufe werde bei den Adventisten bewusst getroffen. Deshalb sei sie zumeist im Jugend- oder sogar im Erwachsenenalter, erklärt der Pastor der Gemeinde, Daniel Niculescu, bevor er den beiden 15 Fragen stellte und ihre Motivation abfragte.
Komplett untergetaucht
Bevor sie gemeinsam mit ihrem Täufer in den Fluss stiegen, legten die 15-Jährige und ihr 16-jähriger Bruder noch persönlich Zeugnis ab. Es klang dabei eindeutig durch, dass sie sich die Entscheidung zu diesem Schritt nicht leichtgemacht haben und dass es auch andere Verlockungen als den adventistischen Glauben gab. Vor zwei Jahren hätten sich beide aber ernsthaft damit auseinandergesetzt und sich zum Bibelstudium entschlossen, berichtete der Vater am Rande der Taufzeremonie.
Dann ging alles relativ schnell. Gemeinsam mit Paul Ratsara ging jeder einzeln in den Fluss, bis ihm das Wasser etwas an der Hüfte stand. Der Täufer tauchte jeden kurz komplett unter. Währenddessen warf die Gemeinde Blütenblätter in den Fluss.
Nach der Zeremonie hieß es für die Geschwister und den Täufer: So schnell wie möglich raus aus den nassen Klamotten. Sie gesellten sich zur Gemeinde, die die Zeit mit geistlichen Liedern überbrückt hatte. Nach der Taufe versammelten sich alle nochmals im Gottesdienstraum in Bestenheid und ließen den großen Tag von Mirjam und Jonathan gemeinsam ausklingen. Peter Riffenach
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