LKA warnt vor Betrug mit Schockanrufen

Kriminalität: Tricks mit frei erfundenen Szenarien

STUTTGART
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Ei­ne schluch­zen­de Stim­me am Te­le­fon, dann ein ver­meint­li­cher Po­li­zist, der dem zu To­de er­schro­cke­nen Op­fer am an­de­ren En­de der Lei­tung Geld abluch­sen will - das Lan­des­kri­mi­nal­amt (LKA) warnt vor ei­ner Be­trugs­va­ri­an­te.

Bei den sogenannten Schockanrufen täuschen Kriminelle ihrem Opfer beispielsweise vor, eines ihrer Kinder oder Enkel habe einen Menschen totgefahren. Nun müsse eine Kaution oder Geld für die Beerdigung der getöteten Person hinterlegt werden. »Es zeichnet sich gegenwärtig ein Trend ab, dass beinahe jeder zehnte Anruf, der der Polizei bekannt wird, zu einem Schaden führt«, hieß es in einer LKA-Mitteilung vom Mittwoch.

Opfer unter Zeitdruck gesetzt

Die frei erfundenen Szenarien seien folgende: »Der tödlich verursachte Verkehrsunfall eines Bekannten oder Angehörigen, eine plötzliche schwere Erkrankung am Corona-Virus oder die drohende Inhaftierung im Ausland«, so das LKA. Die Täter erkundigten sich nach Bargeld, Münzen oder Schmuck, die der Angehörige dann etwa einem vermeintlichen Staatsanwalt oder Polizisten übergeben soll. Oft holen auch Boten Geld oder Wertgegenstände selbst an der Haustür des Betroffenen ab. Zuvor werden die Opfer extrem unter Zeitdruck gesetzt.

Bekannt ist längst der sogenannte Enkeltrick, bei dem ein vermeintlicher Enkel Senioren anruft, um Geld für Autoreparaturen oder eine andere Notlage einzufordern. Bei der neueren Variante werde die Betrugsmasche Enkeltrick mit der Betrugsmasche Falscher Polizist kombiniert.

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