Kreis ist Spitzenreiter bei Asthma

Gesundheit: Fünf Prozent der Bevölkerung in Behandlung

Main-Tauber-Kreis
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Der Land­kreis mit den meis­ten Asth­ma­pa­ti­en­ten in Ba­den-Würt­tem­berg ist der Main-Tau­ber-Kreis. Dort sind fünf Pro­zent der Be­völ­ke­rung we­gen ei­ner Asth­ma­er­kran­kung in me­di­zi­ni­scher Be­hand­lung. Das mel­det die AOK Ba­den-Würt­tem­berg in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung.

Insgesamt leidet die baden-württembergische Bevölkerung seltener an Asthma bronchiale als die Einwohner der meisten anderen Bundesländer. Laut dem aktuellen Gesundheitsatlas Asthma des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) liegt die Asthmahäufigkeit im bundesweiten Durchschnitt bei 4,2 Prozent, in Baden-Württemberg bei lediglich 3,7 Prozent.

Interessant seien auch die Daten der Nachbar-Landkreise: Der Landkreis Schwäbisch Hall hat mit drei Prozent die niedrigste Quote im Land, während der Hohenlohekreis (4,1 Prozent) und der Neckar-Odenwald-Kreis (4,6 Prozent) eine ähnlich hohe Zahl an Erkrankten aufweisen und auf den hinteren Plätzen des Rankings liegen.

Zu den Risikofaktoren, die Asthma verursachen können, zählen allergische Erkrankungen, eine genetische Veranlagung, Luftverschmutzung sowie eingeatmete lungenschädigende Stoffe wie Tabakrauch. In ganz Baden-Württemberg waren 2018 rund 410.000 Menschen an Asthma erkrankt. Tendenziell sind Großstädter dabei häufiger betroffen als die Menschen im ländlichen Raum. Möglicherweise lässt sich dies durch die Luftqualität erklären. Zugleich sind aber auch Alter und Geschlecht wichtige Einflussfaktoren.

Selbst nach einer Diagnose von Asthma bronchiale hätten Patientinnen und Patienten laut AOK gute Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf durch die Teilnahme an einem Disease-Management-Programm (DMP) positiv zu beeinflussen. Viele Präventionsmaßnahmen dienten sowohl als Primärprävention der Vorbeugung als auch in der Sekundärprävention dazu, ein bereits bestehendes Asthma positiv zu beeinflussen. »Der Fokus sollte auf dem Rauchverzicht liegen, aber auch falsche Ernährung und infolgedessen Übergewicht kann ein Asthma befördern«, sagt Jutta Ommer-Hohl, Fachbereichsleiterin Gesundheitsförderung bei der AOK Baden-Württemberg. bal

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