Kosten für Straßensanierungen im Main-Tauber-Kreis steigen drastisch

Kreistag

MAIN-TAUBER-KREIS
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Die Ortsdurchfahrt Rauenberg soll noch in diesem Jahr saniert werden. Foto: Axel Häsler
Foto: Axel Häsler
Der Kreis­tag hat für das kreis­wei­te De­cken­in­stand­set­zung­s­pro­gramm der Kreis­stra­ßen über­plan­mä­ß­i­ge Aus­ga­ben in Höhe von 650.000 Eu­ro mehr­heit­lich noch für die­ses Jahr ge­neh­migt.

Die Fraktion der Grünen im Kreistag stimmte gegen diese zusätzlichen Ausgaben, die durch die erwarteten Mehreinnahmen bei den Schlüsselzuweisungen gedeckt werden sollen. Zugleich vergab das Gremium - diesmal mit den Stimmen der Grünen - die Instandsetzung der Kreisstraße 2877 bei Assamstadt auf einer Länge von knapp drei Kilometern.

»Die Preise gehen durch die Decke«, kommentierte Landrat Christoph Schauder die Entwicklungen auch im Tiefbau und machte zugleich deutlich, dass es keinen Sinn mache, Straßensanierungen weiter aufzuschieben. Bei den Kreisstraßen herrsche bereits jetzt »ein Sanierungsstau«, so der Landrat.

Neben einigen Baumaßnahmen noch aus dem Jahr 2021 sollen in diesem Jahr insgesamt sieben Projekte angegangen werden, darunter auch die Ortsdurchfahrt Rauenberg (Kreisstraße 2831), die mit Kosten von 156.000 Euro veranschlagt ist.

Für alle Sanierungsprojekte ist im Haushalt 2022 ein Budget von 1,3 Millionen Euro vorgesehen. Derzeit geht die Bauverwaltung aber davon aus, dass die Kosten auf rund 1,9 Millionen Euro ansteigen werden. Alle Straßen seien in einem »sehr schlechten Zustand«, weshalb die Erneuerung ihrer Asphaltdecken noch in diesem Jahr umgesetzt werden müsse, hieß es im Kreistag.

Das Beispiel der Kreisstraße 2814 bei Assamstadt verdeutlich, in welchem Maße die Kosten steigen: Ursprünglich waren für drei Kilometer Straße reine Baukosten von 444.000 Euro kalkuliert worden. Nun wurde der Auftrag für rund 793.000 Euro an die Firma Konrad Bau GmbH in Gerlachsheim vergeben. Ein Plus von 80 Prozent gegenüber der Erstkalkulation.

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