Jugendhilfeausschuss in Kürze

MAIN-TAUBER-KREIS
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

In der Sit­zung des Ju­gend­hil­fe­aus­schus­ses des Main-Tau­ber-Krei­ses am Di­ens­ta­gnach­mit­tag gab es noch fol­gen­de The­men:

Informationen des Jugendamts: Der Leiter des Jugendamts des Landkreises, Martin Frankenstein, berichtete über die Auswirkung des Ukrainekriegs auf die Jugendhilfe des Landkreises. Aus der Ukraine seien bisher keine unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge gekommen, für deren Unterbringung die Behörde zuständig sei.

Die Einreisenden seien alle in Begleitung von für sie verantwortlichen Erwachsenen gewesen. Somit hatte es durch die Fluchtbewegung aus der Ukraine auch keinen Zuwachs bei der Amtsvormundschaft gegeben. Aktuell werden einige wenige Anträge auf Unterhaltsvorschuss die Kostenübernahme für Kinderbetreuung von Flüchtlingen aus der Ukraine bearbeitet. Sie unterliegen den normalen Prüfkriterien. Zudem berichtete er, dem Landkreis würden weiterhin unbegleitete Flüchtlinge aus anderen Ländern als der Ukraine zugewiesen.

Erfolg des Jugendhilfefonds: Der Jugendhilfefond unterstützt junge Menschen und Familien in Notsituationen, wenn keine staatlichen Hilfen greifen. Die Hilfen werden als Zuschüsse oder Darlehen vergeben.

Hilfe gibt es zum Beispiel für die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Klassenfahrten und Freizeitmaßnahmen. Im Vordergrund stand die Unterstützung von Familien, beispielsweise bei Rückstandzahlungen an Stromversorger mit drohender Stromsperrung, Ausrüstung für Kinder- oder Babyzimmer, Mietkaution und Umzüge.

In Einzelfällen wurden auch Rückstände von Kitabeiträgen übernommen, wenn der Ausschluss aus der Einrichtung drohte, der Verbleib aber pädagogisch wichtig war. Auffällig war, so der Bericht, dass Familien schnell an die Grenzen des Leistbaren kommen, wenn Zusatzkosten, wie Essensgelder, Fahrtkosten für Arztbesuche oder im Rahmen der Jugendhilfe, fällig würden. Teilweise wurden auch Großeltern unterstützt, die sich um ihre Enkel kümmern, da die Eltern als Erziehungsperson ausfielen.

Haupteinnahmequellen des Fonds sind gerichtliche Bußgelder sowie private Spenden. 2021 hatte der Fond Einnahmen von rund 13.800 Euro und Auszahlungen von etwa 15.400 Euro. Der Rücklagenstand zum Jahresende 2021 betrug rund 69.000 Euro.

Es wurden 49 Anträge bewilligt, die Mehrheit mit 19 Anträgen im Bereich Sicherstellung Schulbesuch, Ausbildung, Verselbstständigung unter anderem durch Übernahme der Kosten für Tickets des ÖPNV. Im laufenden Jahr wurden bisher 24 Anträge mit insgesamt rund 8600 Euro Hilfen bewilligt.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!