Interdisziplinäre Frühförderstelle an der Caritas-Klinik

Jugendhilfeausschuss: Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Heilpädagogen unterstützen Kinder

MAIN-TAUBER-KREIS
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Lisa-Marie Wagner, Leiterin der Interdisziplinären Frühförderstelle am Caritas-Krankenhaus, stellte dem Jugendhilfeausschuss die neue Einrichtung vor.
Foto: Peter Riffenach
Seit April gibt es die In­ter­dis­zi­p­li­nä­re Früh­för­der­s­tel­le (IFF) im Ca­ri­tas-Kran­ken­haus. Die Nach­fra­ge der El­tern nach The­ra­pie­plät­zen ist sehr groß, wie die Lei­te­rin der Ein­rich­tung Li­sa-Ma­rie Wag­ner am Di­ens­tag im Ju­gend­hil­fe­aus­schuss des Kreis­tags be­rich­te­te.

»Die Frühförderung ist ein Angebot für Kinder im Säuglings-, Kleinkind- und Kindergartenalter, die behindert oder von Behinderung bedroht sind«, erklärte Wagner.

Kinder mit Beeinträchtigung

Von dem interdisziplinären Team würden Kinder behandelt, die Beeinträchtigungen in der motorischen, kognitiven, sozial-emotionalen und sprachlichen Entwicklung aufweisen, wobei die Leiterin klarstellte: »Wir können ausschließlich Kinder aufnehmen, die in mindestens zwei Bereichen Einschränkungen aufweisen.«

Für alle anderen Kinder empfahl sie, Rat und Hilfe bei ambulanten Spezialtherapeuten zu suchen. Auf über 300 Quadratmetern in der eigens dafür umgebauten Kinderklinik des Caritas-Krankenhauses betreuen und fördern Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Heilpädagogen gemeinsam und oft über einen längeren Zeitraum die Kinder.

Ziel der Behandlung sei, die Entwicklungsstörungen sowie drohende oder bestehende Behinderungen zu mildern und den Kindern eine weitgehende Teilhabe zu ermöglichen.

Nach einem Erstgespräch, der Anamnese, und der Förderzusage durch den Kostenträger werde das Kind wöchentlich zweimal von mindestens zwei Therapeuten über die Dauer von rund einem Jahr behandelt, erklärte Wagner.

Daraus sei allerdings sehr schnell deutlich geworden, dass es Eltern aus dem Nordkreis schwerfallen würde, dieses Angebot wahrzunehmen. Entsprechend kam die Anfrage im Gremium, ob eine Ausdehnung des Angebots auf die Region um Wertheim angedacht sei, zumal es dort auch eine Klinik gebe.

Man sei vonseiten der Kreisverwaltung froh, einen Träger gefunden zu haben, und man plane, mittelfristig Gespräche mit dem Anbieter über eine räumliche Ausweitung des Angebots aufzunehmen, erklärte Sozialdezernentin Elisabeth Krug.

Aktuell würden Kinder aus Wertheim und Umgebung meist nach Marktheidenfeld geschickt, wo es ein vergleichbares Angebot gibt, berichtete Hannes Vüllers, Arzt am Caritas-Krankenhaus, der zu Beginn der Sitzung von Landrat Christoph Schauder als neues beratendes Mitglied des Ausschusses verpflichtet worden war.

Gruppen-Angebote

Da die Leiterin berichtet hatte, dass aktuell nur Einzelbehandlungen stattfinden, lag die Frage nahe, ob Förderangebote auch in Gruppen geplant seien, was sie bejahte. »Derzeit stehen allerdings die Coronaauflagen noch dagegen«, sagte sie.

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