In "Reichelze" geht Fasching im Mai

Narrenclub

Wertheim
2 Min.

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Ein Hingucker war die weibliche Damengarde bei ihrem Marschtanz. Fotos: Günter Herberich
Foto: Günter Herberich
Wirbelten als Hexen über die Bühne: die »Downtowns«.
Foto: Günter Herberich
Kai­se­rin Sis­si und Franz, Struw­wel­pe­ter, ein ent­spann­tes Prin­zen­paar, tan­zen­de He­xen und noch mehr gab es am Sams­tag beim bun­ten Abend des Rei­c­holz­hei­mer Nar­ren­clubs zu se­hen. In »Rei­chel­ze« geht al­les, auch Fa­sching im Mai.

Unter dem Motto »Bücher, Filme und Gedichte - der RNC schreibt heut' Geschichte« zeigten sich die Akteure freilich nicht nur von der literarischen Seite.

Das Publikum freute sich darauf, dass endlich wieder etwas Normalität in den Alltag kommt und spielte gerne bei der Lesestunde vom RNC mit. Dafür sorgte auch Sitzungspräsident Carsten Schmidt, der sich gut gelaunt und charmant zeigte und erst einmal durch die Reihen ging, um die Stimmung zu checken. So gab es ein »Reichelze Helau« auf den Kinderfasching tags zuvor. Nach zwei Jahren Corona-Pause zündete der Nachwuchs eine besondere Sause. Dann war genug gebabbelt und das Prinzenpaar machte es sich auf der Couch bequem. Sie hatten zur Lesestunde beim RNC eingeladen.

Der Nachwuchs kann's

Bei Lukas Bernhard (»der heimatverbundene Traubenflüsterer«) und Tina Romag (»die weit gereiste Wassernixe«) war nichts eingerostet. Dafür ist nun ein für alle Mal geklärt, welche Bücher zu Hause im Bücherschrank stehen. Die Gala ging auf der Bühne weiter. Ein Höhepunkt war der Auftritt der »weiblichen Damengarde«, wie die Prinzengarde in »Reichelze« genannt wird. Sie sind in der Königsdisziplin der Tänze, dem Marschtanz, ganz oben angekommen.

Nach so viel Power auf der Bühne sorgte die Märchen-Gang mit Heidi, Struwwelpeter, Lucky Luke und seinen Freunden für Schenkelklopfer. Der Nachwuchs kann's und weiß, wie man die Zuschauer auf seine Seite bringt. Coole Sprüche am laufenden Band, das kommt an. Sie wussten genau, was in und um Reichelze so alles passiert ist. Die Corona-Weisheit des Tages war der Renner. »Wenn Dir das Bier noch schmeckt, hast Du Dich nicht angesteckt.« Noch ein Beispiel: »Lieber verrückt das Leben genießen, als normal langweilen.« Sie nahmen nahm kein Blatt vor den Mund und landeten damit einen Volltreffer.

Als Videoeinspieler zeigten sich »AmEnd« alias Andreas und Birgit Amend mit ihrer Tochter von der großen Videoleinwand. Ganz im Stile von Loriot zog Andy das Fazit am Küchentisch: »Wörscht sind immer gesund.« Als Rausschmeißer gab's den Song »Scheiß Corona« zum Mitsingen.

Im Bereich der Bücher und Bibliotheken kannten sich die »Noachtäule« um Norbert Bick bestens aus. Als Quizmaster war Bick wieder mal bestens drauf. »Zwei Jahre ohne Fasching, alle sind völlig unter Entzug«, stellte er fest. Er durfte leider die ganzen zensierten Witze der vergangenen Jahre nicht erzählen. Dafür plauderten sie aus dem Nähkästchen. So ging es um das illegale Frisieren und alte Storys, die im »Rosengärtle« passierten. Geklärt ist ein für alle Mal, was Elektroautos und Durchfall gemeinsam haben: »Die Angst, dass Du es nicht nach Hause schaffst.« Ein Extralob verdiente sich Georg Bick, der ganz kurzfristig für Marcell Pape eingesprungen war.

Kein königlicher Besuch auf der Bühne, dafür grüßten sie von der großen Leinwand: Das »ständig stellvertretende Prinzenpaar« Anneliese Prokopp und Hilmar Keller. Als Sissi und Franz gaben sie sich die Ehre und sprachen von den wahren Schicksalsjahren aus literarischer Sicht. »Servus pfürrgott und Helau« grüßten die Sissi und der Franz.

»Ein schöner Vorgeschmack«

»Sie können tanzen und verrückte Sachen machen«, mit dem Zitat aus dem »Zauberlehrling« von Goethe wurden sie angekündigt: Die »Downtowns« ließen es bei ihrem Hexentanz mächtig krachen. Literarisch hochtrabend ging es mit dem Krampfadergeschwader weiter. Das KAG nahm sich die ganz große Literatur vor. Nach dem Motto »Wer früher stirbt, ist länger tot« hatten sie die Weisheit nicht immer mit Löffeln gefressen bei ihren Buchrezensionen. Interessante Tipps hatte die Kräuterhexe parat.

»Es war ein schöner Vorgeschmack auf die kommende Kampagne«, sagte Carsten Schmidt zum Abschluss des kurzweiligen Programms. »Eine ungewohnte Zeit, war nicht immer einfach, hat aber letztendlich alles gut funktioniert«, zog er ein positives Fazit.

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