"Ich verspürte ein inneres Brennen oder Verlangen, das sagte, dass ich raus muss"

Dennis Kailing: Der Weltreisende aus Gelnhausen präsentiert am Sonntag seinen Film "Besser Welt als Nie" bei den Burgfestspielen in Wertheim

Wertheim
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Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt Kailing und einen Begleiter auf dem Mount Rainier
Foto: Dennis Kailing
Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt Kailing im Monument Valley in den USA
Foto: Dennis Kailing
Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt Kailing auf dem Savannah-Way in Australien
Foto: Dennis Kailing
Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt, dass es nicht nur schönes Wetter gab, wie hier in Ecuador bei Dauerregen und Kälte.
Foto: Dennis Kailing
Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt eine gefährliche Flussüberquerung, wobei unter ihm Krokodile schwammen.
Foto: Dennis Kailing
Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt den Blick in dien beeindruckenden Grand Canyon in den USA
Foto: Dennis Kailing
Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt Kailing in Myanmar.
Foto: Dennis Kailing
Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt, dass es auch ruhige Momente gab wie hier in Bolivien
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Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt Kailing in Nepal
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Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt Kailing vor dem Hollywood-Schriftzug in Los Angeles.
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Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt Kailing in Sydney in Australien.
Foto: Dennis Kailing
Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt Kailing in Kappadokien in der Türkei
Foto: Dennis Kailing
Spektakuläre Bilder können die Besucher des Burgfilmfestes am Sonntag in Wertheim bei dem Film "Besser Welt als Nie" sehen. Der Weltumradler und Abenteurer Dennis Kailing wird vor Ort sein. Unser Bild zeigt Kailing nachdenklich in Peru
Foto: Dennis Kailing
Er ist Welt­rei­sen­der und Abenteu­rer und das al­les mit dem Fahr­rad. Am Sonn­tag, 30. Au­gust, wird Den­nis Kai­ling in Wert­heim zu Gast sein. Auf dem Burg­film­fest stellt er sei­nen Film "Bes­ser Welt als Nie" vor. Wir spra­chen im Vor­feld sei­nes Be­suchs im Burg­gr­a­ben mit dem stu­dier­ten Bauin­ge­nieur aus Geln­hau­sen.

Wie kommt man auf die Idee, eine solche Reise zu unternehmen?

Die beste Antwort auf diese Frage lautet wohl: Weil ich einfach richtig Lust drauf hatte. Ich verspürte ein inneres Brennen oder Verlangen, das sagte, dass ich raus muss. Raus in die große weite Welt, was erleben, neue Dinge sehen und sich auf ein Abenteuer einlassen.

Warum mit dem Fahrrad?

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel war anfangs eher eine finanzielle Frage. Von einer großen Reise hatte ich schon lange geträumt, aber dachte immer, es sei zu teuer. Bis ich irgendwann vom Radreisen gehört habe, und auch, wie günstig es sein kann. Alle anderen Vorteile und die Schönheit des Radreisens, lernte ich erst während der Reise kennen.

War der Verlauf der Reise von Beginn an so geplant oder mussten Sie im Verlauf der Reise die Route ändern?

Ganz grob hatte ich mir die Route auf einer DIN-A4 Karte skizziert, aber wusste, dass es nicht unbedingt so kommen muss. Mehr oder weniger konnte ich aber doch an meiner Idee festhalten, mit kleineren Abweichungen hier und da.

War von Anfang an geplant, einen Film daraus zu machen? Welche technischen Hilfsmittel hatten Sie und wie viele Stunden Material standen letztlich zur Verfügung?

"Geplant" klingt für mich, als wüsste ich genau, was ich zu tun habe. Ich habe zwar von Anfang an gefilmt und hatte einige Ideen, aber habe es mir offen gelassen, ob ich es wirklich durchziehe. Deshalb habe ich es auch nicht an die große Glocke gehängt, um mir keinen Druck zu machen.

Als technische Hilfsmittel hatte ich eine Spiegelreflex, eine Drohne und eine Action-Kamera sowie Zubehör wie beispielsweise Aufsteckmikro oder Stativ. Am Schluss waren es 73 Stunden Material, aus denen ich den Film zusammengeschnitten habe.

Wie ist der Titel des Films und des gleichnamigen Buches entstanden?

Ich hatte wochenlang gegrübelt wie "das Kind" heißen könnte und hatte über 50 Titel, die mich alle nicht hundertprozentig überzeugten. Dann war ich mit zwei Freunden in einer Bar und einer hatte noch eine Bekannte mitgebracht. Nach drei Bier brainstormten wir nochmal und sie sagte in einem magischen Moment "Besser Welt als Nie". Da wusste ich, wir haben's geschafft.

Wie haben Sie die Zeit des Lockdowns verbracht?

Als zwei Wochen nach dem Filmstart plötzlich alle Kinos zu waren, saß ich zunächst drei Wochen rum und konnte es nicht fassen, schließlich hatte ich mehr als zwei Jahre mit Dreharbeiten verbracht und mehr als vier Jahre an diesem Film gearbeitet. Plötzlich schossen aber überall Autokinos aus dem Boden und ich wurde zum "Autokino-Filmgespräch Champion von Deutschland" mit über 40 Auftritten in 30 verschiedenen Autokinos. Dass anschließend die Open-Air-Kino-Saison doch stattfinden kann, ist einfach nur wunderbar - darauf hatte ich mich nämlich schon das ganze Jahr gefreut, denn "Besser Welt als Nie" ist nunmal ein Sommerfilm.

Gibt es Pläne für neue Reisen, Filme und Bücher? Planen Sie ein Leben als Reiseberichterstatter oder Abenteurer?

Pläne gibt es noch keine. Wenn die Kinotour wahrscheinlich Mitte September vorbei sein wird, werde ich am DVD Release sowie an einer englischen und spanischen Version des Films arbeiten. Danach hoffe ich, dass wieder eine tolle Idee auf mich zukommt, die mich so unglaublich stark fasziniert, wie es die Idee der Fahrradweltreise damals tat.

Welche Tipps haben sie für angehende Weltreisende?

Einfach machen, nicht zu viel nachdenken und zweifeln, sondern einfach loslegen und sich mal auf ein Abenteuer einlassen. Ist man unterwegs, ist meine wichtigste Erfahrung: immer lächeln. Und am Dorfkiosk lernt man stets jemanden kennen, der einem weiterhilft, beispielsweise, wenn es um eine Übernachtungsgelegenheit geht.

Wie wird der Besuch auf dem Burgfilmfest ablaufen? Haben Sie nur einen Bücherstand und stehen dort für Fragen zur Verfügung oder wird es eine allgemeine Fragerunde für das Publikum geben?

Es wird ein Filmgespräch geben, in dem ich über den Film und die Reise erzähle. Dabei beziehe ich gerne Fragen aus dem Publikum mit ein. Vor und nach dem Film wird man auch mein Buch kaufen können. Im Buch stehen ganz viele lustige Storys, die man einfach nicht filmen kann, und vor allem gibt es viele bunte Bilder sowie weitere Tipps und Tricks, wie man mit dem Fahrrad um die Welt fährt.

Zahlen und Fakten: Die Weltreise von Dennis Kailing

"Besser Welt als Nie" erzählt die Geschichte von Dennis Kailing, der mit 24 Jahren auf einem Fahrrad losfuhr, um die Welt für sich zu entdecken. Dabei hat er knapp 43.600 Kilometer zurückgelegt und 41 Länder auf sechs Kontinenten "befahren". Insgesamt war er 761 Tage unterwegs und hat durchschnittlich knapp 90 Kilometer pro Tag zurückgelegt.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug rund 18,5 Kilometer pro Stunde, und als Höchstgeschwindigkeit fuhr er 78,63 Stundenkilometer schnell.

In Addition hat Kailing knapp 294.900 Höhenmeter überwunden. Die reine Fahrzeit betrug rund 2350 Stunden.

Die längste Tagesetappe war 231 Kilometer lang. Dafür brauchte er 10 Stunden und 42 Minuten. Im Verlauf der Reise musste der Weltreisende 63 platte Reifen reparieren. (riff)

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