Abschlussprüfung: Erörterung und Gedichte unter Masken gemeistert

Comenius-Realschule

Wertheim
2 Min.

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Die Schüler der Klasse 9f der Comenius-Realschule Wertheim haben ihre Abschlussprüfung wie alle mit Maske und Abstand geschrieben.
Foto: Comenius-Realschule Wertheim
Am Di­ens­tag ha­ben an der Co­me­ni­us- Real­schu­le wie an al­len nicht-gym­na­sia­len Se­kun­dar­schu­len in Ba­den-Würt­tem­berg die schrift­li­chen Ab­schluss­prü­fun­gen zum Haupt- so­wie Real­schul­ab­schluss be­gon­nen. Dies ist ei­ner Pres­se­mit­tei­lung zu ent­neh­men.

28 Schüler aus dem G-Niveau schreiben dabei die Hauptschulabschlussprüfung, 149 Zehntklässler aus dem M-Niveau und ein Schulfremder die für den mittleren Bildungsabschluss.

Traditionell startete die Prüfung mit dem Fach Deutsch. Erstmals war hier nicht nur ein Aufsatz gefragt, sondern die Schüler mussten auch Textverständnis sowie grammatikalische Kenntnisse nachweisen und sich mit der Lektüre »Der Sonne nach« von Gabriele Clima auseinandersetzen. Das Thema für den Sachtext und die Erörterung war im G-Niveau das Tätowieren. Im M-Niveau ging es im Sachtext um die These, ob elektrische Geräte extra so entwickelt werden, dass sie am Ende der Gewährleistung kaputtgehen.

Der zu erörternde Text stellte die Frage auf, was für und was gegen ein Böllerverbot an Silvester spricht. Für dieses Wahlthema entschieden sich mit 79 knapp die Hälfte der Prüflinge.

In der diesjährigen Prüfungslektüre ging es um die Freundschaft zwischen einem von seinem Vater verlassenen, verhaltensauffälligen und einem schwer geistig und körperlich behinderten Jungen, die gemeinsam einen Roadtrip unternehmen, um den verschollenen Vater zu suchen. Die Schüler mussten hier Fragen zum Inhalt beantworten und aus Sicht der Buchfiguren Texte verfassen. Während die Bearbeitung des Sachtextes und der Lektüre Pflichtteile waren, konnten die Schüler im zweiten Teil der Prüfung wählen, ob sie einen Aufsatz zu einem Erörterungsthema, einem Gedicht oder einem Prosatext verfassen.

Die Erde vom Weltall aus

Um die Lebenslust in der Natur geht es im Gedicht »Sozusagen grundlos vergnügt« von Mascha Kaleko, mit dem sich die G-Niveau-Schüler auseinandersetzten. Die Erde mit »Gagarin« vom Weltall aus beobachten, das sollten die M-Niveau-Schüler anhand des gleichnamigen Gedichts von Günter Kunert. Das Gedicht wählten 35 Schüler.

Der Prosatext »Glück« von Marion Miller thematisiert anhand eines Lottogewinns, ob Geld wirklich das ist, was im Leben glücklich macht. 49 Schüler setzten sich in der Realschulprüfung damit auseinander.

Torsten Löschmanns Kurzgeschichte »Im Abseits« beschreibt die Angst von Eltern, wenn ihre jugendlichen Söhne und Töchter nicht zur angegebenen Uhrzeit zu Hause sind. Auch wenn die Tochter, wie in diesem Fall, schon längst in ihrem Bett liegt. Dieser Text sprach etwa ein Drittel der G-Niveau-Schüler an.

Die Prüfung wird am Donnerstag mit Mathematik und am kommenden Dienstag mit Englisch fortgesetzt.

Neu ist, dass die Schüler, die den Realschulabschluss anstreben, am kommenden Freitag zum ersten Mal eine Prüfung in ihrem Wahlfach (Technik, Alltagskultur, Ernährung und Soziales oder Französisch) ablegen müssen, so die Mitteilung. Zur Prüfung in diesen Fächern gehören auch eine praktische Prüfung und eine Kommunikationsprüfung.

Die Prüfung wie das ganze Schuljahr sind durch die Pandemie geprägt. Während der gesamten Prüfungszeit von dreieinhalb und viereinhalb Stunden mussten die Schüler Masken tragen, die Klassen wurden wegen des Mindestabstands jeweils auf zwei Klassenräume aufgeteilt. Um den Schülern deshalb und wegen des Wechsels zwischen Präsenz- und Online-Unterricht entgegenzukommen, wurde die Prüfungszeit um eine halbe Stunde verlängert und den Fachlehrern zwei kreative Schreibaufgaben zur Wahl gestellt. Schulleiterin Katrin Amrhein zeigte sich vor der Prüfung gegenüber den Schülern optimistisch, dass alle trotz der besonderen Bedingungen gut vorbereitet seien und die Prüfung meistern würden.

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