Neue Reihe »Freudenberg entdecken« widmet sich der »Kleinstadt mit Herz«

Auftakt: Blick in die Geschichte

Freudenberg
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Von der Freudenburg aus hat man einen schönen Blick auf die Kernstadt Freudenberg. Gut zu erkennen ist auch das Werk 1 der Firma Rauch zwischen Main und Ortsdurchfahrt.
Foto: Birger-Daniel Grein
»Ei­ne Klein­stadt mit Herz«, so be­zeich­net sich Freu­den­berg am Main selbst. In un­se­rer neu­en Rei­he »Freu­den­berg ent­de­cken« stellt die Re­dak­ti­on den Le­sern die Stadt, ih­re Se­hens­wür­dig­kei­ten und ih­re Ge­schich­te vor. Da­bei gibt es auch zahl­rei­che Tipps zum Be­o­b­ach­ten, Aus­pro­bie­ren und Ent­de­cken.

Freudenberg ist die nordwestlichste Stadt in Baden-Württemberg. Zu ihr gehören die Kernstadt Freudenberg und die Ortsteile Boxtal, Wessental, Rauenberg und Ebenheid. Insgesamt leben heute rund 3800 Menschen in der Gesamtstadt.

Bereits um das Jahr 1100 gab es bei der heutigen Kernstadt eine bewohnte Siedlung. Sie wurde Lullingscheid genannt. Der älteste Teil der Friedhofskapelle St. Laurentius, das Hauptschiff, stammt noch aus jener Zeit.

Prägend für das heutige Freudenberg ist die Burg »Frouwedenberch« (heute Freudenburg genannt), die über der Stadt thront. Ihr Bau begann 1190.1200 wurde Freudenberg erstmals in einer Urkunde genannt. Damals trug es den Namen »Frovdenberc«. Die Einwohner von Lullingescheid begaben sich zu jener Zeit in den Schutz der gerade gebauten Burg. 1333 erhielt die Gemeinde das Stadtrecht, das Recht auf Abhaltung eines Wochenmarkts und das Recht, selbst Gericht halten zu dürfen.

Für den Stadtnamen Freudenberg finden sich in alten Schriftstücken zahlreiche Schreibweisen, zum Beispiel Froedenberc und Freidenberg. In all diesen Schreibweisen steckt das Wort »fröuwida«, das im Althochdeutschen »Freude« bedeutet. Damit lässt sich der Name Freudenberg mit »Berg der Freude« übersetzen. Bereits 1295 findet man in Dokumenten den heutigen Namen Freudenberg.

Aus verschiedenen Quellen lässt sich herausfinden, wie viele Einwohner Freudenberg früher hatte. Die Zahlen beziehen sich dabei nur auf die Einwohner im Bereich der heutigen Kernstadt. Im Jahr 1618 lebten 209 Familien in der Stadt, 1800 hatte sie 1282 Einwohner, 1834 waren es bereits 1690 Menschen, die in der Stadt lebten. Die Einwohnerzahl schwankte in der Zeit natürlich immer etwas. 1905 waren es 1540 Einwohner, davon waren 1499 katholischen, 20 protestantischen und 21 jüdischen Glaubens.

1972 wurden die Ortsteile Boxtal, Rauenberg, Wessental und Ebenheid nach Freudenberg eingemeindet. Diesen Zusammenschluss, der heuer exakt 50 Jahre her ist, feiert die Stadt in diesem Jahr mit einem ganzen Festwochenende.

Heute leben in der Kernstadt rund 2200 Menschen, in Boxtal sind es rund 550, in Rauenberg rund 620 Einwohner, in Wessental circa 160 und in Ebenheid rund 260 Einwohner. Größte Arbeitgeber in Freudenberg sind die Rauch Möbelwerke, die vor 125 Jahren als kleiner Handwerksbetrieb gegründet wurden. Von der Burg aus sind die großen Gebäude der Werke gut zu sehen. Freizeitvergnügen gibt es in der Stadt unter anderem im Badesee, der aus dem Kiesabbau hervorging, und im öffentlich zugänglichen Zoo der Firma Rauch.

In der Reihe »Freudenberg entdecken« wird dieses Medienhaus das Leben der Menschen in Freudenberg zu früheren Zeiten vorstellen, wichtige Gebäude in Kernstadt und Ortsteilen erklären, Spannendes über die Burg erzählen, berichten, wie der Seepark entstanden ist, und interessante Einblicke in das Thema Hochwasser und Hochwasserschutz geben. Hinzu kommen Quizze, bei denen Leserinnen und Leser ihr Wissen zur Stadt testen können.

In der nächsten Folge geht es um den Alltag der Menschen früher in Freudenberg.

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