Eigenen Streckenrekord geknackt

Messelauf: Patrick Fiederling kommt 16 Sekunden früher ins Ziel als im Jahr 2011 und verbessert so die bisherige Bestzeit

Wertheim
3 Min.

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Heißes Rennen, kalte Dusche: Beim Start des Schülerlaufs ist es am Samstag eng zugegangen. Trotz des Wetters gaben die Teilnehmer am Wertheimer Messelauf alles.
Foto: Günter Herberich
Pa­trick Fie­der­ling (Asics Fron­trun­ner/MTG Mann­heim) hat am Sams­tag beim Wert­hei­mer Mes­se­l­auf ei­nen neu­en St­re­cken­re­kord auf­ge­s­tellt.
Bilderserie: Günter Herberich.
»Es lief bes­ser als ich ge­dacht ha­be. Der Re­gen stör­te mich nicht. Kein Wind, das war die Haupt­sa­che«, kom­men­tier­te er sein Spit­z­e­n­er­geb­nis. Nach 32:54 Mi­nu­ten lief er über die Zi­el­li­nie im Tau­ber­sta­di­on.

Schnellste Frau war Verena Ibel (RV Viktoria Wombach), die die anspruchsvolle Strecke mit einer Länge von zehn Kilometern in 43:08 meisterte. Von den Läufern gab es ein einhelliges Lob an die Verantwortlichen vom SV Nassig. »Toll organisiert. Das hat alles gepasst«, sagte beispielsweise der Rauenberger Edgar Grein.
»Typisches Messewetter«
Bei Achim Häußler liefen alle Fäden zusammen. Er war sichtlich nervös, als er im Start- und Zielbereich bei den verschiedenen Läufen im Einsatz war. »Hoffentlich klappt das später bei der Siegerehrung«, sagte er, als sich die Bambinis im strömenden Regen auf den Weg machen. Läufer Jens Gall nahm das Wasser beim Weg an den Start mit Humor. »Das ist typisches Messewetter. Es ist halt Nass«, sagte er schmunzelnd. Von den 679 Voranmeldungen kamen 527 Läufer im Alter von drei bis 79 Jahren ins Ziel.
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Wertheimer Messelauf
Foto: Günter Herberich |  54 Bilder

Die 117 Bambinis schickte Bernd Hartmannsgruber auf den Weg. »Der Messelauf ist einer der Höhepunkte der Michaelismesse und hat sich längst etabliert. Dank dem SV Nassig und der Stadtverwaltung, die ihn erstmals gemeinsam als Veranstalter organisieren«, sagte er. Die jungen Läufer mussten durch so manche große Pfütze im SV Stadion laufen, bevor sie zurück im Ziel bestens versorgt wurden.
Eine sehr gute Figur machte als Moderator Patrick Rösch im Tauberstadion. »Auf geht’s zum Aufwärmtraining für die Eltern«, animierte er die Zuschauer zum Klatschen. Mit dem richtigen Fingerspitzengefühl, kurzen Interviews mit den Läufern und Sachverstand überbrückte er locker die Zeit zwischen den einzelnen Starts.
Tolle Leistungen zeigten auch die 118 Schüler und 64 Schülerinnen über die 2,5 Kilometerstrecke. Schnellster Schüler war hier Dylan Bergner (FC Dörlesberg) in 9:27 Minuten, vor Simon Betivoglio vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (10:16) und Felix Schieferdecker vom FC Eichel (10:28). Schnellstes Mädchen über diese Strecke war Loren Dörflinger vom FC Külsheim. Nach 10:35 Minuten war sie im Ziel. Zweite wurde Aaliyah Hildenbrand von der Comenius-Realschule Wertheim (11:48) vor Lee-Ann Matte in 12:21.
Auf die 4,6 Kilometer lange Strecke machten sich 76 Jogger und Walker. Viktor Bastron (Flotter Dreier) siegte hier in 16:59 Minuten vor Anthony Hildenbrand (17:28, FC Dörlesberg) und Alex Bastron (17:38, Flotter Dreier). 152 Teilnehmer machten sich für den Hauptlauf über die zehn Kilometer lange Strecke auf den Weg. Er wolle das Maximale, was geht aus sich herausholen, kündigte der spätere Sieger, Patrick Fiederling, vor dem Start an. Die Bestzeit aus dem Jahr 2011 von 33:10 galt es zu unterbieten.
Verfolger haben keine Chance
Trotz des Dauerregens und der niedrigen Temperaturen lief es gut für ihn, so dass er sich schnell absetzen konnte. Es bildete sich eine siebenköpfige Verfolgertruppe, die aber letztendlich keine Chance gegen den Lokalmatador hatte. »Ich hatte keine Uhr dabei, da bin ich einfach drauflos gelaufen. Die letzten beiden Kilometer waren etwa in 6:10 Minuten. Das hat mich dann schon überrascht«, sagte Fiederling im Ziel.
Zweiter wurden zeitgleich Niko Herbert (Magna Mirrors) und Vorjahrssieger Christoph von Brunn (Team Laufstil Würzburg) in 37:14 Minuten. Die Frauen waren natürlich ebenfalls flott unterwegs. Verena Ibel siegte im Hauptlauf vor Silke Faller (Magna Mirrors), die 45:33 Minuten benötigte und Vorjahressiegerin Franziska Pawlik vom Reit- und Fahrverein Külsheim (45:43). »Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis«, sagte Verena Ibel, die erstmals beim Messelauf ganz oben auf dem Siegertreppchen stand.
Bei der Siegerehrung hatten Patrick Rösch und Achim Häußler alle Hände voll zu tun. Es ging alles einigermaßen zeitnah und reibungslos über die Bühne. »Die Ergebnisse stehen schon im Internet«, sagte Jürgen Stahl, EDV-Experte im Organisationsteam und mitverantwortlich für die Zeitnahme. Trotz des Regens draußen herrschte beim Veranstalter und den Lauffreunden am Samstagnachmittag zumindest in der Main-Tauber-Halle eitel Sonnenschein. Günter Herberich
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