CSU- und FW-Kandidat Klaus Thoma: »Ich will anpacken und gestalten«

Bürgermeisterkandidat über Glasfaser, Spaß im Amt, die Kreuzwertheimer und Digitalisierung

Kreuzwertheim
3 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Mehr zum Thema: Kommunalwahl MSP 2020
Eigentlich mag er keine Selfies, sagt Klaus Thoma. Für unser Medienhaus fotografierte er sich mit dem Handy auf dem Quätschichplatz.
Foto: Klaus Thoma
Klaus Thoma (54) ist seit sechs Jahren Bürgermeister in Kreuzwertheim und will es bleiben. Nominiert wurde er Ende November 2019 als gemeinsamen Kandidat von der CSU und den Freien Wählern (FW).

Thoma liebt den Markt und könnte sich »nicht vorstellen dauerhaft irgendwo anders zu leben«, wie er im Gespräch mit unserem Medienhaus sagte. Auch wenn sich bis zur Meldefrist kein Gegenkandidat gemeldet hat, werde er sein Programm, das er sich vorgenommen hat, durchziehen.

Warum wollen Sie Bürgermeister bleiben?

Zusammen mit Gemeinderat, Verwaltung und Bürgerschaft möchte ich so viel wie möglich für meine Heimatgemeinde und ihre Menschen erreichen. Deshalb will ich weiterhin Verantwortung übernehmen, anpacken und gestalten. Zudem macht mir meine Aufgabe als Bürgermeister sehr viel Spaß und ich habe ausgesprochen große Freude am Umgang mit Menschen.

Was bringen Sie dafür mit?

Neben meinen langjährigen Verwaltungserfahrungen möchte ich meine Überzeugungskraft, Leidenschaft, Kreativität und meinen Idealismus für die Gemeinschaft einsetzen. Und ohne eine gehörige Portion Humor geht es sowieso nicht.

Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde?

Zunächst natürlich die Menschen, die sich in vielfältiger Weise für unseren Ort engagieren, weil sie sich als Teil der Gemeinschaft fühlen. Der Zusammenhalt in Kreuzwertheim und seinen Ortsteilen ist schon etwas ganz Besonderes. Die Menschen hier sind mit ihrer Region sehr stark verbunden und verwurzelt. Das spürt man bei jedem Gespräch. Zudem sind sie wendig, witzig und weltoffen. Das ist einfach wunderbar. Darüber hinaus gefällt mir ganz besonders die einzigartige Kulturlandschaft mit Main, Weinbergen, Streuobstwiesen und Wäldern so sehr, dass ich dauerhaft nirgendwo anders sein möchte.

Wie wollen Sie Ihre Gemeinde digital entwickeln?

Derzeit wird die aktuelle Situation über die Leistungsfähigkeit der bestehenden Telekommunikationssysteme in der gesamten Gemeinde untersucht, bewertet und die Ergebnisse fließen in den FTTB/FTTH-Masterplan (Glasfaser) ein. Mit dem sich daraus ableitenden Ausbaukonzept können wir bei künftigen Tiefbaumaßnahmen schrittweise eine Infrastruktur aufbauen, um auch die so genannte »letzte Meile« mit Glasfaser zu erschließen. Bis zu den Kabelverzweigern liegen bei uns bereits überall Glasfaserkabel. Bei dem Angebot digitaler Dienstleistungen in der Verwaltung sind wir schon auf einem guten Wege. Auf der Gemeindehomepage (www.kreuzwertheim.de) sind wichtige und aktuelle Informationen dazu zu finden. In der Thematik virtuelles Rathaus und Webpräsenz wird sich sicherlich in naher Zukunft noch mehr bewegen. Trotzdem müssen wir alle Angebote auch weiterhin analog zur Verfügung stellen, da längst nicht alle Menschen mit den neuen Medien vertraut sind oder sie nicht entsprechend nutzen möchten.

Wo liegt in Ihrer Gemeinde das größte Problem?

Ein größtes Problem kann ich nicht ausmachen. In den kommenden Jahren kommen zweifelsohne zahlreiche große Herausforderungen auf uns zu, die es gemeinsam zu bewältigen gilt. Angesichts der endlichen finanziellen Mittel einer Gemeinde unserer Größe müssen wir sparsam und wirtschaftlich haushalten. Das wird angesichts der enormen Investitionen wie in die Wasserversorgung, Innenentwicklung, Feuerwehrwesen sowie in weitere Einrichtungen gar nicht leicht sein. Hier braucht es das richtige Augenmaß, um zwischen dringenden, notwendigen und wünschenswerten Ausgaben gut zu unterscheiden. Diese Herausforderungen eröffnen uns aber gleichzeitig neue Chancen in der Gemeindeentwicklung.

Welches Projekt möchten Sie ändern?

Ich könnte kein Projekt nennen, das ich im Alleingang ändern möchte. Bei uns werden Vorhaben im Gemeinderat gemeinsam beraten und beschlossen - und wenn Änderungen notwendig sind, eine demokratische Mehrheitsentscheidung getroffen. Jeder Gemeinderat hat dabei die Möglichkeit, gute Ideen einzubringen.

Nennen Sie ein Projekt, das Sie zum Ende der kommenden Amtszeit abgeschlossen haben möchten.

Nur eins herauszugreifen, wäre nicht richtig. Schwerpunkte sollen in der Stärkung der Familienkultur und Seniorenpolitik, des bürgerschaftlichen Engagements und der Ortsentwicklung aber auch in der Förderung der Wirtschaft und der Ökologie gesetzt werden. Die Vielzahl der Projekte, mit denen wir in diesen Handlungsfeldern unsere Gemeinde voranbringen wollen, kann man nicht begrenzt auf Amtsperioden betrachten. Neben dem Erhalt beziehungsweise dem Ausbau der sehr guten Lebensqualität habe ich mir bis zum Ende der kommenden Amtszeit vorgenommen, dass die qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung im Ort langfristig gesichert ist.

Hintergrund: Startbildschirm auf dem Handy

Die Liebe zu seinem Wohnort wird deutlich, wenn man das Handy von Klaus Thoma anschaut, denn als Hintergrundbild fungiert das Ortswappen von Kreuzwertheim. »Das habe ich nicht erst seit sie mich aufgefordert haben einen Ausdruck zu machen«, erklärt er.

Neben zwei Navigations- und einer Wetter-App, die man braucht, um sich überall zurecht zu finden, gibt es auf Thomas Bildschirm FaceTime, WhatsApp, E-Mail und SMS-Apps. Auch wenn er darüber erreichbar ist halte er das persönliche Gespräch und echte Freunde für wertvoller, als die Kommunikation in den sozialen Netzwerken mit digitalen Freunden, sagt er.

Zudem gibt es einen Kalender, allerdings merkt er dazu an: »Meine Termine verwalte ich noch auf die herkömmliche Art mit einem analogen, handschriftlichen Kalender.«

Auch wenn er selbst kein absoluter Handyfan ist, sagt er: »Irgendwann ging es eben nicht mehr ohne Smartphone, denn man muss ja beinahe überall erreichbar sein, nicht nur für die Familie, sondern auch für die Verwaltung. Wenn es bewusst eingesetzt wird, kann so manche Nutzung gar überaus hilfreich sein.«

Aktuell geht Thoma massiv gegen Funklöcher auf der Kreuzwertheimer Gemarkung vor: »Wir lassen das Mobilfunknetz im Gemeindegebiet ausleuchten, um festzustellen, wo eine schlechte Struktur besteht und lassen nichts unversucht um hier Abhilfe zu schaffen.«

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!