Benefizkonzert für Geflüchtete aus der Ukraine

Soziales: Verein Willkommen in Wertheim hilft - Früherer Wertheimer Schulleiter Hans-Peter Otterbach organisiert alles

MAIN-TAUBER-KREIS
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Das Onyx-Klavierduo tritt beim Benefizkonzert am 8. April im Kloster Bronnbach auf.
Foto: Onyx
Ein klas­si­sches Be­ne­fiz­kon­zert für die Ge­flüch­te­ten des Krie­ges in der Ukrai­ne - das Klos­ter Bronn­bach wird es am 8. April be­her­ber­gen. Aus­rich­ter ist der Ve­r­ein Will­kom­men in Wert­heim (WIW), der schon in den Jah­ren ab 2015 gro­ße Ver­di­ens­te für die Auf­nah­me und In­te­g­ra­ti­on von Flücht­lin­gen aus Sy­ri­en er­wor­ben hat.

Das Konzert, wie es nun unter der Organisation des ehemaligen Wertheimer Schulleiters Hans-Peter Otterbach stattfinden wird, hat die Würzburger Hochschule für Musik zum Vorbild. Dort war am 12. März ein bemerkenswerter fünfstelliger Euro-Betrag für die Ukrainehilfe zusammengekommen. Studierende hatten musiziert, aber auch Prominenz. Headliner des Abends war der international bekannte und in Würzburg lehrende Pianist Bernd Glemser. Die Verbindung Würzburgs zur Ukraine ist eng. Zwei Tage zuvor hatte der dortige Stadtrat den Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko und dessen Bruder Wladimir in einer Liveschaltung erlebt, Basis waren, dem Vernehmen nach, persönliche Kontakte des Würzburger OB Christian Schuchhardt. »Sowas können wir eigentlich auch«, hatte sich Hans-Peter Otterbach, als Gast des Konzerts in der Hochschule für Musik, gedacht. Sein Sohn Frédéric Otterbach ist aufstrebender Pianist, studiert dort, es gibt weitreichende Kontakte auch über die Musikwelt der Hochschule hinaus.

Unglaubliche Hilfsbereitschaft

Der Kreis zur Veranstaltung in Bronnbach schließt sich dort, wo Otterbach und Walter Hörnig, als Vorstand von WIW und auch Kulturträger im Convenartis-Verein, in Kontakt stehen. Schon seit einiger Zeit hätten beide gemeinschaftliche Überlegungen angestellt, wie man die Kulturszene Wertheims stützen und zusammenführen könne, sagt Otterbach. Jetzt sei es eine Abfolge von Telefonaten gewesen, und Vieles habe sich wie von allein gefügt. »Die Hilfsbereitschaft und Unterstützung waren unglaublich groß«, sagt Otterbach, selbst der Transport und die Stimmung des Klaviers - sonst eine große Sache - sei eine Spende des Dienstleisters.

Im Namen von WIW betonte Nadine Schmid, dass die erhofften Spenden, sämtlich in Wertheim eingesetzt würden. Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge steige, WIW bereite eine Spendenkammer und weitere Angebote vor, sei auch Teil des kommunalen Lenkungsstabs. Man habe das Ohr am Puls, nehme auch an den neu eingerichteten Montagstreffen im Familienzentrum teil, wo Helfer, Freunde und Geflüchtete sich begegneten. »Wir wissen so genau, wo es fehlt, und können die erhofften Spendengelder sehr gezielt einsetzen«, so Schmid.

Hintergrund: Benefizkonzert

Das Benefizkonzert für die Geflüchteten aus der Ukraine findet am Freitag, 8. April, um 18 Uhr im Josefssaal des Klosters Bronnbach statt. Die Schirmherrschaft liegt beim Wertheimer Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez. Anmeldungen sind nicht erforderlich, formlose Reservierungen über Hans-Peter Otterbach sind hingegen erwünscht: Mail: HPO@s4o.de, Whats App und Signal: 0163 7191889, Tel. 09342 917676. Der Eintritt zum Konzert ist kostenlos, für Spenden ab 100 Euro wird ein Beleg ausgestellt. Auf der Bühne mit dabei sind Marie Thérèse Zahnlecker und Jonas Gleim - sie bilden das Onyx-Klavierduo, die südkoreanische Cellistin und bereits vielfache Preisträgerin Jiyeon Kim, der aus der Ukraine stammende Violinist Ibrayim Bayram-Ali und Frédéric Otterbach. Er werden Stücke aus dem »Kleinen Prinzen« des ehemaligen Würzburger Musikprofessors Andras Hamary interpretiert. (Ge)

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