Zügig melden und dokumentieren

Sturmschäden: Was Betroffene bei ihren Versicherungen angeben können

Main-Spessart
< 1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Sturm »And­rea« feg­te über Deut­sch­land hin­weg und hin­ter­ließ grö­ße­re Schä­den. Was kann über die Ver­si­che­rung ge­re­gelt wer­den? »Am ein­fachs­ten ist das bei Au­tos«, er­klärt Jür­gen Rohm aus Karl­stadt, Sp­re­cher des Re­gio­nal­ver­bands Main­fran­ken der Ver­si­che­rungs­kauf­leu­te. »Die Kas­ko­ver­si­che­run­gen zah­len ab­züg­lich ve­r­ein­bar­ter Selbst­be­hal­te, aber oh­ne Ra­batt­rück­stu­fung.«
Ab Windstärke 8 sind Gebäude- und Hausratversicherungen zuständig. Bei Sturmschäden springt die Gebäudeversicherung oder bei Mietern die Hausratversicherung ein. Dringt Regenwasser durch eine geborstene Fensterscheibe ein, gibt es auch für den Wasserschaden Geld.
Wer ein Leck provisorisch abdichtet, um Schäden in den kommenden Tagen zu verhindern, erhält Geld für Zeitaufwand und Material. Wenn aber Keller mit Regenwasser vollgelaufen sind, benötigen Hausbesitzer und Mieter eine Elementarschadenversicherung.
»Diese kann in die bestehende Gebäude- oder Hausratversicherung eingeschlossen werden und deckt auch Schäden von Starkregen, Erdrutschen und -senkungen, Lawinen und sogar von Erdbeben ab«, erklärt Rohm. In Deutschland haben aber nur rund 26 Prozent der Haushalte diesen umfassenden Versicherungsschutz.
Trifft ein Baum ein Auto oder ein Haus, hilft nur die eigene Versicherung. Diese kann später prüfen, ob dem Baumeigentümer ein Schuldvorwurf zu machen ist, ob er beispielsweise einen erkennbar kranken Baum hätte entfernen müssen. Dann müsste er Geld an die Versicherung erstatten. Ist auf dem eigenen Grundstück ein Baum umgefallen, sieht man nach, ob die Entsorgungskosten für Holz und Geäst mitversichert sind.
Hauseigentümer, die nach erstem Anschein glimpflich davongekommen sind, sollten dennoch ihr Hausdach mustern, am einfachsten mit einem Fernglas. Denn verschobene oder gerissene Ziegel sind ebenfalls Sturmschäden, die ein Dachdecker auf Kosten der Gebäudeversicherung richtet.
Die Hausratversicherung zahlt auch Schäden an getragener Kleidung (etwa nach einem Sturz in einer Sturmböe), aber nur, wenn diese auf der Terrasse oder auf dem Balkon geschahen. Was auch immer »Andrea« beschert hat: Oberstes Gebot für Geschädigte ist laut Jürgen Rohm, alle Schäden zügig zu melden und mit Fotos zu dokumentieren. sys
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!