Zehn Jugendliche lernen alles übers richtige Babysitten

Familienstützpunkt: Nach dem Kurs gibt es ein Zertifikat - Baden, wickeln und mit bockigen Kleinen zurechtkommen

Lohr a.Main
1 Min.

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Mit Feuereifer übten die 15-Jährigen beim Babysitterkurs am Wochenende an Puppen das Wickeln. Foto: Gabi Nätscher
Foto: Gabi Nätscher
Ba­by­sit­ten will gut vor­be­rei­tet sein. An zwei Wo­che­n­en­den ler­nen Ju­gend­li­che ab 15 Jah­ren al­les über Ba­by und Klein­kin­der und den Um­fang mit ih­nen. Am Schluss dür­fen sie auch ein Zer­ti­fi­kat mit nach Hau­se neh­men.

Nicole Paff vom Familienstützpunkt, Ideengeberin und Organisatorin, freute sich sehr, dass wieder zehn junge Menschen (sieben aus Lohr und Umgebung, drei aus Marktheidenfeld) den Kurs besuchen.

»Einfach mal bei Bekannten auf deren Kinder oder Kleinkinder aufpassen - das kann schon einmal zu Unsicherheiten und Problemen führen«, sagt Pfaff zur Idee mit dem Kurs. Das Jugendrotkreuz und andere Referenten unterstützen den Kurs.

Peter Hartmann vom BRK hielt einen lebensnahen Vortrag über die »Entwicklung des Kindes« und Joachim Salzmann klärte über »Rechte und Pflichten« auf.

Praktisch wurde es bei Annabel Panter (Kinderkrankenschwester im 3. Ausbildungsjahr). Von ihr lernten die Jugendlichen alles über Hygiene, Pflege und Ernährung. Da wurden eifrig Puppen gebadet und gewickelt.

Mit Corine Braun (Jugendrotkreuz und Erzieherin) ging es in viele Rollenspiele. Einer gab das »bockige Kleinkind«, die anderen fungierten als »Erwachsene« und versuchten, so gut wie möglich mit Wutausbrüchen oder Trotzreaktionen zurecht zu kommen. Viele gute Tipps gab es auch von Martina Lannig, die als Erzieherin mit verhaltensauffälligen Kindern gearbeitet hat.

Mit Kindern umgehen

Was bringt nur eine 15-Jährige dazu, ihre Zeit an zwei Wochenenden solchen Dingen zu widmen? »Ich möchte mir mit Babysitten ein wenig das Taschengeld aufbessern und so hat man einfach mehr Qualifikation«, sagt Luca Nickel aus Neuendorf. Clara Exner aus Sendelbach ergänzt: »Mit so einem Kurs ist man einfach sicherer. Man weiß vorher schon, wie man mit Kindern umgehen kann.«

Den Babysitterkurs auch später für eine Ausbildung verwenden, möchten Seraphine Möschl und Elena Haack, beide aus Billingshausen: »Da kann das Zertifikat sicher helfen.« Kim Partes aus Roden ergänzt: »Wir möchten einfach auch lernen, wie man mit Kindern in schwierigen Situationen umgehen kann.« Bei allen war zu hören, dass sie sich gerne mit kleinen Kindern beschäftigen und in ihrer Umgebung Babysitter gesucht werden.

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