Windpark Rosskopf liefert Energie für 14 000 Haushalte

Inbetriebnahme: Kein Windparkfest wegen Corona

Flösrbachtal
2 Min.

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Inbetriebnahme-Foto in Offenbach vorm Luftbild des Windparks: Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir mit den Verantwortlichen von EVO, Kreiswerken und Main-Kinzig-Landrat Thorsten Stolz. Foto: EVO/Bernd Georg
Foto: EVO/Bernd Georg
Der neue Wind­park »Ross­kopf« bei Joss­grund und Flörs­bach­tal im Main-Kin­zig-Kreis ist am Netz. Die sechs Wind­rä­der er­zeu­gen laut Mit­tei­lung des Be­t­rei­bers EVO im Jahr rund 50 Mil­lio­nen Ki­lo­watt­stun­den sau­be­ren Strom - das ent­spricht dem Be­darf von rund 14 000 Drei-Per­so­nen-Haus­hal­ten.

Da wegen des Corona-Virus das Windparkfest ausfallen musste, waren für die Inbetriebnahme kreative Ideen gefragt. Die Fotos entstanden in Offenbach - im Freien und mit Schutzmaske vorm Riesenplakat mit einem Luftbild.

In gebührendem Abstand voneinander freuten sich über das Projekt zur Klimawende Hessens Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir, Main-Kinzig-Landrat Thorsten Stolz, der Geschäftsführer der Versorgungsservice Main-Kinzig GmbH (VSMK), Oliver Habekost, der Vorstandschef der Energieversorgung Offenbach AG (EVO), Christoph Meier, EVO-Technikvorstand Günther Weiß, und die EVO-Bereichsleiterin Erneuerbare Energien, Miriam Bremermann.

35 Millionen Euro investiert

Die EVO hat den Windpark mit der Kreiswerke-Main-Kinzig-Tochter VSMK für rund 35 Millionen Euro errichtet. Wirtschaftsminister Al-Wazir würdigte laut Pressemitteilung das Engagement mit den Worten: »Mit dem Projekt Rosskopf nehmen die Partner EVO und VSMK ihre Verantwortung als öffentliche Energieversorger vorbildlich wahr.« Dazu zähle das große Ziel, Hessen bis zum Jahr 2050 unabhängig zu machen von fossilen und nuklearen Energieträgern. »Jedes neue Windrad bringt uns diesem Ziel etwas näher«, hob der Minister hervor. Deshalb setze sich die Landesregierung weiterhin mit aller Kraft für den Ausbau der Windkraft ein.

Nach Einschätzung von Landrat Thorsten Stolz ist der Windpark Rosskopf ein wichtiger Baustein zur Energiewende im Main-Kinzig-Kreis. Die sechs Anlagen bei Flörsbachtal und Jossgrund lieferten einen großen Beitrag, um den steigenden Strombedarf mit Ökostrom decken zu können. Die Gemeinde Jossgrund profitiere über die Pachteinnahmen von dem Windpark. Die Partner hätten große Sorgfalt und Umsicht bei der Umsetzung der umfangreichen Planungen bewiesen.

VSMK-Geschäftsführer Habekost: »Dadurch konnte der Bau des Windparks mit möglichst geringen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt realisiert werden.«

Unter nicht immer einfachen Bedingungen sei es gelungen, das Projekt zu verwirklichen, ergänzte EVO-Vorstandschef Christoph Meier. Die ersten Gespräche zum Bau waren 2012, im Jahr darauf sei es zur Gründung der Tochterfirma Naturenergie Main-Kinzig und dem Abschluss der ersten Pachtverträge gekommen. »Das Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz startete vor fünf Jahren«, berichtete Meier weiter. Die Zahl der Windräder habe sich im Lauf des Verfahrens aus Gründen des Naturschutzes mehr als halbiert. Vor allem die Mopsfledermaus sowie die Rotmilane, hätten zu einer Änderung der Pläne geführt.

»Um das Vorkommen der Tiere zu schützen, reduzierten wir die Ausmaße des Projekts und haben gemeinsam mit Naturschützern und Genehmigungsbehörden Habitate für die bedrohten Arten geschaffen«, hob EVO-Technikvorstand Weiß hervor. Von den ursprünglich 18 Anlagen waren sechs genehmigungsfähig.

Bisher betreibt die EVO ohne Rosskopf bereits 39 Windkraftanlagen. Die Kreiswerke betreiben über Tochterfirmen nun drei Windparks mit insgesamt elf Windkraftanlagen - mit ausreichend sauberer Energie für rund 21 000 Haushalte.

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