CSU-Abgeordneter Hoffmann fordert sachliche Diskussion zur B26n

Vor Lohrer Stadtrats-Entscheidung

Lohr a.Main
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»Sach­li­che Dis­kus­si­on Ja, Spal­tung Nein!« - Mit die­sen Wor­ten nimmt der CSU-Wahl­k­reis­ab­ge­ord­ne­ter Alex­an­der Hoff­mann Stel­lung zur be­vor­ste­hen­den Ent­schei­dung des Loh­rer Stadt­rats zur B 26n an die­sem Mitt­woch. Wie Hoff­mann mit­teilt, sei die B 26n zur Ent­las­tung des Wern­tals und zur deut­li­chen Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­we­ge ins­ge­s­amt un­ver­zicht­bar.

»Die Kritiker und Gegner der B 26n verkennen leider, wie wichtig eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Infrastruktur für unsere Region ist. Die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der ländlichen Gegenden steht und fällt mit einer guten, zeitgemäßen Infrastruktur. Gerade im Landkreis Main-Spessart gibt es hier noch Nachholbedarf. So fehlt eine vernünftige Verbindung von Werneck/Arnstein nach Karlstadt«, wird der Bundestagsabgeordnete in dem Schreiben zitiert.

Es sei demnach unverantwortlich, nach all den Jahren der Diskussion »den Menschen immer noch vorzugaukeln, die Infrastrukturprobleme im Werntal oder im Bereich Lohr ließen sich mit Ortsumfahrungen lösen«. Eine Anzahl solch vieler Umgehungsstraßen »würde schlichtweg das Volumen der bayerischen Haushaltsmittel für den Straßenausbau um ein vielfaches sprengen«. Ortsumfahrungen ohne stimmiges Gesamtkonzept bezeichnet Hoffmann als »Stückwerk, aber keine vernünftige, zukunftsfeste Lösung«. Weiter heißt es, der Bund serviere eine moderne, leistungsfähige Straße quasi auf einem silbernen Tablett. Diese Chance müsse man ergreifen.

Seit 2003 im "vordringlichen Bedarf"

Das Projekt B 26n sei bereits im Jahr 2003 in den »vordringlichen Bedarf« des damaligen Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden, also während der rot-grünen Regierungszeit Schröder/Fischer - laut Hoffmann aus guten Gründen. Das Bundesverkehrsministerium bezeichnet die zweistreifige Neubauvariante mit abschnittsweise dritten Überholfahrstreifen als »die wirtschaftlichste und umweltverträglichste Lösung« aufgrund des geringeren Flächenverbrauchs. Die B 26n ermögliche laut Bundesregierung »eine erhebliche Entlastung bisher genutzter Straßenzüge und Ortsdurchfahrten«. »Die große Mehrheit der Bevölkerung (und die des Werntals sowieso) freut sich auf die B 26n, mit der die Fahrzeiten spürbar kürzer und das Überholen deutlich sicherer werden«, heißt es in Hoffmanns Pressemitteilung.

Dritte Mainbrücke nur so realisierbar

Das Verkehrsproblem in Lohr werde sich nur mit der B 26n lösen lassen, denn nur mit der B 26n sei eine dritte Mainbrücke realistisch. Auch für den Wirtschaftsstandort Lohr sei eine moderne Anbindung ohne Verkehrsprobleme wichtig. Was Infrastruktur für das Gewerbe bedeutet, könne man sehr gut in Marktheidenfeld beobachten.

Bei vielen Themen unserer Zeit sei es vor allem wichtig, Diskussionen so zu führen, dass keine Gräben gezogen werden. »Ich bedauere es daher sehr, dass hier Emotionen gezielt provoziert werden. Das Muster ist leider immer dasselbe: Vor jeder anstehenden Wahl wird von den Gegnern der B 26n versucht, Feuer zu legen. Wir sollten lernen, in Regionen zu denken. Wir wollen die Region nicht spalten, sondern weiterentwickeln«, wird Hoffmann abschließend zitiert.

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