Kitas in Main-Spessart: Unmut unter den Angestellten und Trägern

Kaum Impfmöglichkeit für Personal - Engmaschige Testungen sind geplant

MAIN-SPESSART
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dpatopbilder - 02.03.2021, Bayern, Neubiberg: An einer Grundschule nimmt ein Sanit‰ter dem Sch¸ler Cornelius per St‰bchen eine Nasenprobe f¸r einen Corona-Schnelltest ab. Foto: Peter Kneffel/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollst‰ndiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++ Bildunterschrift 2021-04-01 --> Beim Testen der Kindergartenkinder sind die Eltern in der Verantwortung. Kita-Mitarbeiter sollen von einem geschulten Kollegen getestet werden. Foto: Peter Kneffel/dpa
Foto: Peter Kneffel
Seit die­ser Wo­che be­fin­den sich die Kin­der­ta­ges­stät­ten wie­der in ein­ge­schränk­tem Re­gel­be­trieb. Dass die Mit­ar­bei­ter trotz un­um­gäng­li­cher Nah­kon­tak­te zu den Kin­dern wei­test­ge­hend nach wie vor nicht ge­impft sind, löst Un­mut un­ter den An­ge­s­tell­ten und Trä­gern aus.

Mit regelmäßigen Testungen beim Personal wird in den Einrichtungen engmaschig kontrolliert, ergab eine Umfrage in einigen Kindergärten im Landkreis. In den von uns befragten Kitas waren einzelne Mitarbeiter mit speziellen Kursen zur Abnahme der Schnelltests geschult.

Kinder werden in den Einrichtungen generell nicht getestet. Deren Testung liegt in der Verantwortung der Eltern, die ihren Nachwuchs entweder zuhause oder in einem Testzentrum auf eine Corona-Infektion testen lassen können.

Verantwortung der Eltern

Für symptomatische Kinder stehen in den bayerischen Testzentren kostenlose Schnelltests zu Verfügung, gab hierzu kürzlich die Familienministerin Carolina Trautner an. Bei leichten Erkältungssymptomen ist der Besuch des Kindergartens nach dem Rahmenhygieneplan nur mit dem Nachweis eines negativen Tests erlaubt, heißt es aus dem Ministerium.

Aus der Kinderkrippe St. Josef in Frammersbach teilte deren Leitung Nicole Küppers mit, dass Testungen unter dem Personal jeweils montags und donnerstags stattfinden. Die Testung verlaufe freiwillig, jedoch würden alle Angestellten regelmäßig das Angebot wahrnehmen. Eine in einem Kurs ausgebildete Mitarbeiterin werde an den jeweiligen Tagen für eine Stunde vom Dienst freigestellt, um das Personal zu testen. Eine entsprechende Schutzausrüstung sei vorhanden.

Test wird dokumentiert

Die Testung, aber nicht das Ergebnis, werde dokumentiert, so Küppers. Nach Ostern werden die Schnelltests aufgebraucht sein. Vom Landratsamt erhielt die Einrichtung bereits Selbsttests. Diese werden von den Mitarbeiterinnen dann selber vorgenommen. Küppers verweist darauf, dass bei Kindern in der Einrichtung keine Testungen vorgenommen werden können.

Mitarbeiter werden geschult

Die Testung von Kindern im Krippenalter sei laut Küppers im Lohrer Testzentrum möglich. Viele Eltern würden jedoch auf Selbsttests bei ihren Kindern zurückgreifen oder diese bei erkennbarer Symptomatik gleich zu Hause belassen Karin Heiligenthal, die Vorsitzende des Kindergartens St. Pius in Lohr-Lindig, berichtet von wöchentlichen Selbsttestungen des Personals zu Hause. Donnerstags werde zudem von geschultem Personal in der Stätte eine Rachentestung vorgenommen.

In der Lohrer Realschule hätten einige Mitarbeiterinnen das Angebot der PCR-Testung für pädagogisches Personal in Anspruch genommen. Die Kontrolle in der Einrichtung sieht Heiligenthal »sehr dicht überwacht.«

Bei Kindern verweist die Vorsitzende ebenso auf die Verpflichtung der Eltern zu Testungen oder dem Fernbleiben der Einrichtung bei erkennbarer Symptomatik.

Teilnahme freiwillig

Da das Personal bisher noch nicht geimpft werden konnte, verspürt Heiligenthal eine wachsende Ungewissheit und Ängste unter den Angestellten: »Keiner weiß, wann sich die Angestellten impfen lassen können - das ist unbefriedigend.«

In allen fünf städtischen Kitas in Marktheidenfeld würden seit letzter Woche ausreichend Selbsttests vorliegen, erklärt Marcus Meier, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. Ein Großteil der Mitarbeitenden nutze die Möglichkeit der Testungen, die Teilnahme sei jedoch freiwillig. Zweimal die Woche könne getestet werden. Auch in Marktheidenfeld können Kinder in den Einrichtungen nicht getestet werden.

Hintergrund

Beim Testen der Kindergartenkinder sind die Eltern in der Verantwortung. Kita-Mitarbeiter sollen von einem geschulten Kollegen getestet werden. Foto:

Hintergrund: Impfungen für Kindergarten- und Schulpersonal

Grund- und Förderschullehrkräfte sowie das Personal von Kindertagesstätten sollen nach einer Vereinbarung von Bund und Ländern früher gegen Covid-19 geimpft werden als bisher geplant. Diese Berufsgruppen rutschen damit in der Impfpriorisierung von der Gruppe drei (erhöhte Priorität) in die Gruppe zwei (hohe Priorität).

Laut Ankündigung des Bayerischen Gesundheitsministeriums sollen die Impfstoff-Lieferungen im zweiten Quartal gesteigert werden. Wann die Berufsgruppen tatsächlich geimpft werden können, ist bisher noch unklar. Generell werden ab 1. April auch personelle Ressourcen erhöht, um mehr Personen impfen zu können, heißt es aus dem Ministerium. Eine Impfpflicht bestehe auch für pädagogisches Personal nicht. ()

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