Unerwartet hitzige Diskussionen

Spielplatz Hasselberg:Gemeinderat einigt sich auf Sanierungen - Arnold Paulini beklagt »erbärmlichen Zustand«

Hasloch
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Für un­er­war­tet hit­zi­ge Dis­kus­sio­nen sorg­te ein An­trag der Frei­en Wäh­ler/Par­tei­lo­se Lis­te (FWPL) zu Sa­nie­run­gen am Spiel­platz in Has­sel­berg. Vier Punk­te stell­te die Wäh­l­er­grup­pie­rung zur Be­ra­tung. Ei­nig­keit herrsch­te zwar grund­sätz­lich, dass Hand­lungs­be­darf herrscht. Über das Wie und Wann wur­de al­ler­dings län­ger dis­ku­tiert.

Haslochs Bürgermeister Wolfgang Haarmann verlas die vier Kritikpunkte und bot auch gleich Lösungen an. Der erste Punkt betraf die Sitzgarnitur. Haarmann sagte, es sei zutreffend, dass sich die Holzlatten in einem schlechten Zustand befänden. Er habe diesbezüglich bereits mit dem Bauhof gesprochen. Ein Baumstamm, aus dem die Hölzer geschnitten würden, sei bereits vorhanden. Eine Verbesserung sah Haarmann für das Frühjahr 2021. Das gleiche kündigte er für das Oberteil einer Wippe an, die nach der letzten Sachverständigenprüfung im Frühjahr noch gefahrlos nutzbar sei. Da Nässe in das Holz des Sitzes eindringe, solle mittelfristig eine Erneuerung erfolgen - auch 2021.

Verschmutzung durch Tierkot

Weiter wurde von der FWPL eine Umzäunung des Spielplatzes in Betracht gezogen. Als Grund wurde Verschmutzung durch Tierkot genannt. Ein Angebot von rund 8000 Euro liege bereits vor, allerdings habe der Sachverständige keine Notwendigkeit erkannt.

Diese drei Punkte sorgten für Diskussion: Arnold Paulini sprach von einem »erbärmlichen Zustand«. Vor allem die Ausführung durch den Bauhof und der Zeitpunkt regten ihn auf. Er forderte eine »fachgerechte Sanierung«, worauf ihm der Bürgermeister antwortete, dass der Bauhof regelmäßig prüfe und Ausbesserungsarbeiten vornehme. Dafür müsse er auch unterschreiben.

Am Ende einigte sich der Gemeinderat einstimmig auf eine Sitzgarnitur aus Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff (WPC), die nicht so wartungsintensiv ist. Sie soll wie die Wippe »schnellstens« saniert werden. Eine Einzäunung sahen nur drei der insgesamt zehn Anwesenden Gemeinderatsmitglieder als nötig an.

Arnold Paulini verwies dabei auf die umzäunten Spielplätze in Hasloch. Karl-Heinz Schöffer meinte, die Einzäunung dort habe einen anderen Grund. Einmal fließe der Bach direkt hinter dem Spielplatz, Am Witzpfad seien Straßen und der Spielplatz durch die Kindergartenkinder häufig frequentiert. Zudem solle man nicht die Ortsteile gegeneinander ausspielen.

Rigoroser vorgehen

Einigkeit herrschte bei der Frage, ob das bestehende Schild durch ein Hundeverbot erweitert werden solle - ebenfalls mit Blick auf Verunreinigungen. Im Zweifel solle man hier bei bekannten Verstößen rigoroser vorgehen. Armin Hartmann meinte, man solle es so zunächst versuchen und könne dann noch reagieren.

Bereits umgesetzt hatte der Bürgermeister einen weiteren Antrag der FWPL. Die Idee einer Hundetoilette mit Beutelspender an der Ecke Karthäuserweg habe sich mit seinen Beobachtungen gedeckt, so der Bürgermeister.

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