Tierische Spielwiese

Von Heinz Scheid

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Mehr zum Thema: Einfach Himmlisch
Der Him­mel ist ei­ne tie­ri­sche Spiel­wie­se. Der reins­te Zoo. Zählt man Fa­bel­we­sen wie Dra­che, Ein­horn, Phö­n­ix und Pe­ga­sus da­zu, sind von den 88 of­fi­zi­el­len Stern­bil­dern rund die Hälf­te nach Tie­ren be­nannt. Da­von tau­chen et­li­che, wie Tau­be oder Tu­kan, nur am Süd­him­mel auf.

Bei uns in nördlichen Breiten hingegen tummelt sich jetzt der Löwe als typisches Sternbild des Frühlings.

Eines der bekanntesten Sternbilder am Nordhimmel, der Große Bär, steht gerade im Zenit, also genau über unseren Köpfen, und ist damit leicht zu finden. Wobei man an der Stelle gar keinen Bären erkennen wird.

Von magischen Gestalten

Sternbilder gehen nämlich auf das Altertum zurück, als magische Gestalten aus der Sagenwelt ans nächtliche Firmament gepinnt wurden. Mit wirklichen Bildern hatte das kaum etwas zu tun, eher mit blühender Fantasie. Unsere Vorstellungskraft wird auch heute noch gereizt, wenn es um Tiere geht, um echte und noch dazu wilde. Als dieser Tage die Nachricht kam, hierzulande sei mal wieder ein wahrhaftiger Bär erschienen, kam sofort die Erinnerung an jenen Bruno hoch, der einst als Problembär ein jähes Ende im Bärenhimmel fand, während seine sterblichen Reste ausgestopft im Museum stehen.

Und natürlich, wie könnte es anders sein, ist der neue Bär in eine Fotofalle getappt. Tollpatschig und tölpelhaft wie er halt ist. Bei uns im Spessart passiert das freilich auch anderen Tieren: Luchs, Wildkatze, Fischotter, Biber - sie alle tappen in Fotofallen. Geschieht ihnen ganz recht, sollen sie doch besser aufpassen.

Zum Glück sind es keine richtigen Fallen, sondern nur Kameras, die Bilder machen. Aber in manche Sprachbilder tappt man rein und kommt dann nur schwer wieder raus.

bDie Kolumne zum Nachlesen: https://www.main-echo.de

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