Teuer allein reicht nicht

Von Christian Weyer

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Die meis­ten Din­ge sind nicht für die Ewig­keit ge­dacht, so ver­wun­dert es nicht, dass auch für ei­ne Schu­le nach ei­nem hal­ben Jahr­hun­dert die Zeit reif ist. In Markt­hei­den­feld sind es gleich zwei, Real­schu­le und Gym­na­si­um, samt zu­ge­hö­ri­ger Sport­hal­le, die bald das Zeit­li­che seg­nen wer­den.

Die Pläne des Landkreises sehen vor, alle drei Gebäude auf demselben Gelände, jedoch in unterschiedlicher Ausrichtung, bis etwa 2028 neu zu bauen. Auf 70,29 Millionen Euro ist ein Fachbüro bei der Ermittlung der Kosten gekommen. Die Stellen nach dem Komma lassen vermuten, dass hier offenbar genau gerechnet wurde. Dass das am Ende die korrekte Summe sein wird, dafür wollte nicht einmal der Sachgebietsleiter Sebastian Gehret die Hand ins Feuer legen. Bei dieser Masse an Gebäuden und Ausstattung könne das wohl nur eine grobe Schätzung sein.

Berücksichtigt man überdies die Preissteigerungen auf dem Bau, kann einem manchmal schon schwindlig werden. Für den Kreiskämmerer Thomas Hubrich werden das spannende Jahre, wenn auch noch ein rund 150 Millionen Euro teures Zentralklinikum in Lohr zu finanzieren ist. In Marktheidenfeld wäre man schon froh, würde wenigstens der Zeitplan beim Schulbau halbwegs eingehalten. Aber auch das ist mit Fragezeichen verbunden.

Zumindest sollten sich die Schüler auf ihre dann neue, topmoderne Schule freuen können. Hier sind die Architekten gefragt. Der Schreiber dieser Zeilen ist als Schüler am Lohrer Gymnasium 1975 selbst einmal umgezogen - von einem alten, doch herrlichen Jugendstilgebäude in einen modernen, aber hässlichen Rostblock. Ähnliches möge den Schülern künftig erspart bleiben.

bDen Autor erreichen Sie unter:lesermeinung@main-echo.de.

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