Lohrer Stadthalle setzt auf neue Formate

Wirtschaftsplan auf Kurs, Tagungen ziehen wieder an, gute Auslastung für den Herbst

Lohr a.Main
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Neue Formate für Veranstaltungen sowie in den Bereichen Kunst und Kultur hat die Stadthalle Lohr in der Coronazeit entwickelt. Dazu gehört die momentan laufende Ausstellung der Bilder von Richard Kuhn.
Foto: Heinz Scheid
Mit dem bis­he­ri­gen Ver­lauf des Stadt­hal­len­be­triebs im Jahr 2021 hat sich Tho­mas Funck am Mon­tag im Werkaus­schuss des Loh­rer Stadt­rats grund­sätz­lich zu­frie­den ge­zeigt. Mo­men­tan sei­en al­le Zah­len im Plan, und im Früh­jahr 2022 er­war­te man ei­ne Nor­ma­li­sie­rung, sag­te der Stadt­hal­len­chef.

Unsicherheiten bei der Terminplanung und rechtlichen Rahmenbedingungen prägten das erste Halbjahr 2021 in der Veranstaltungsbranche. Das kulturelle Programm fiel aus, aber man konnte neue Nutzergruppen erschließen, zum Beispiel den Kreistag Main-Spessart. Durch die technische Ausstattung der Lohrer Stadthalle sind sogenannte Hybridsitzungen möglich. Hier werden beispielsweise Referenten oder Gremiumsmitglieder digital zugeschaltet.

So habe sich die Stadthalle gut präsentieren können, sagte Funck. Wichtig gewesen sei auch das Zusammenwirken mit der Alten Turnhalle, denn Veranstaltungen mussten hin- und herverlegt werden. Lohr sei die einzige Stadt in Main-Spessart mit zwei modernen Hallen, was landkreisweit für Anerkennung sorge.

Durch den Wegfall des kulturellen Programms und größerer Tagungen seien die Umsätze zwar deutlich geringer als in den Vorjahren, aber das sei nicht überraschend gewesen und im Wirtschaftsplan berücksichtigt worden, sagte Funck. Insofern seien die Zahlen weitgehend im Plan und die Auslastung der Stadthalle trotz Pandemie gut gewesen.

Für den Sommer wurde kurzfristig ein kulturelles Programm mit neuen Formaten erstellt. Dazu gehören die Ausstellung im Foyer und Kafé Klinker mit dem Lohrer Künstler Richard Kuhn und der Kultursommer auf dem Vorplatz der Stadthalle. Damit sei der Außenbereich in den Blickpunkt gerückt. Erstmals gab es ein dreitägiges Bier- und Weindorf mit rund 2500 Besuchern.

Im Ausblick auf die zweite Jahreshälfte sprach Funck von bleibenden Unsicherheit wegen Corona. Er habe den Eindruck, das Publikum müsse erst wieder Vertrauen bezüglich Veranstaltungen im Innenbereich gewinnen. Für den Herbst sei die Stadthalle gut ausgelastet, bei Tagungen und Seminaren ziehe die Belegung an. Es bleibe aber Spielraum, um einige neue Formate im Bereich Kunst und Kultur auszuprobieren; das rücke in den Fokus.

Eingegangen sind staatliche Corona-Hilfen für November und Dezember 2020 von rund 90.000 Euro. Dadurch habe man das Jahresdefizit 2020 auf dem Stand von 2019 halten können, sagte Funck. Anfang 2021 habe es Kurzarbeit bei Stadthallenbeschäftigten gegeben, was zur Kostensenkung beigetragen habe. Vorher seien alle Überstunden abgebaut worden. Jetzt seien über den Sommer teilweise wieder Überstunden aufgelaufen, aber in einem vertretbaren Rahmen.

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