Spessart einmal anders kennenlernen

Buchvorstellung: Rätsel und Entdeckungen nicht nur für Einheimische von Sabine Fiedler-Conradi

Lohr a.Main
2 Min.

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Sabine Fiedler-Conradi hat zusammen mit Horst Noll, der für die Illustrationen verantwortlich zeichnet, ein Spessart-Rätselbuch verfasst.
Foto: Susanne Waschinger
Die Idee kam bei ei­nem der lan­gen Spa­zier­gän­ge durch den sc­hö­nen Spess­art, ih­rer Wahl­hei­mat. Ent­stan­den ist dar­aus ein Buch der an­de­ren Art - Ent­de­ckun­gen im Spess­art, 30 Rät­sel nicht nur für Ein­hei­mi­sche. Sa­bi­ne Fied­ler-Con­ra­di und ihr Mann Chris­ti­an Con­ra­di phi­lo­so­phier­ten über ih­re neu ge­won­ne­ne Frei­heit in der Na­tur und über die Bit­te, die vom Ro­ta­ry-Club Lohr-Markt­hei­den­feld an sie her­an­ge­tra­gen wur­de.

Freiheit deshalb, weil die Töchter bereits erwachsen sind und außer Haus und die Bitte des Rotary-Clubs war die, die lange Tradition der Montagsrätsel wieder aufleben zu lassen. Daraus ist ein Buch entstanden - lesenswert und interessant, nicht nur für Einheimische, ist es geworden. Denn hier sind Entdeckungen zu finden, die selbst eingefleischte Spessarter noch überraschen.
Rätselhaftes
Angefangen vom Zögling, einem Wildwuchs sozusagen, dessen Namen sich aus zwei Teilen zusammensetzt und die Sendelbacher haben lange schon eine Straße nach ihm benannt. Oder sprechen wir über den Liebhaber, der vieles wollte und einiges war. Eine eigene Gedenkecke dieses Journalisten und Schriftstellers findet man in der alten Gaststube des Gasthauses im Hochspessart. Kaum jemand weiß darum, dass dieser geborene Berliner einst durch den Spessart zog. Dann gibt es den Ausgefuchsten, der im 18. Jahrhundert als Erzwilddieb im Spessart seinem Namen alle Ehre machte. Er galt als außergewöhnlich guter Schütze und man sagte ihm magische Kräfte nach. Schließlich wurde er selbst vom Enkel des Revierjägers »erlegt«, um seine Taten ranken sich ganze Reigen von Sagen.
Gleich zwei Märchen spielen in Lohr eine Rolle. Die Moralische, mal ist sie schön, mal eine alte Frau und sie belohnt die Fleißigen, hat aber kein Erbarmen mit Unwilligen. Geschichten gibt es von ihr von Heimbuchenthal bis Haibach, von Schweinheim bis Hasloch am Main. Und in Arnstein kann der Weihnachtsmarkt nur mit ihrer Hilfe eröffnet werden. Was man von ihr halten soll, zeigt sich nicht so ganz, deshalb erzählen Eltern ihren Kindern lieber die Geschichte vom Schnee, der fällt, wenn sie ihre Betten kräftig schüttelt. Und dann gibt es noch die Unverwüstliche, die bei Männern arbeitete und wohnte. Sie entkam drei Mordversuchen, den folgenden konnten ihre Arbeitgeber leider nicht abwehren und bedauerten sie sehr.
Sagenhafte Figuren
Sie entstammt der Sammlung der Gebrüder Grimm und wurde wegen ihrer unübertrefflichen Schönheit vom mörderischen Neid der Schwiegermutter verfolgt. Dass dieses wunderschöne Kind eine Lohrerin ist, verdankt es drei aufgeweckten Stammtischbrüdern aus Lohr. Die Auflösung des Rätsels, wer diese berühmte Lohrerin ist und was hinter der Geschichte der drei Stammtischbrüder steht, ist in einem humorigen und informativen Büchlein zu finden. Und nicht nur die erwähnten Geschichten, da gibt es noch Rätsel über die Goldige, die Steinerne, den Mitläufer, die Unsichtbare, das Verwunschene und vieles mehr. Aber zuerst die Rätsel lesen ist angesagt, denn des Rätsels Lösung ist erst im zweiten Teil des Buches zu finden, nämlich im Umkehrdruck, damit sich nicht gleich alles offenbart. Und nicht schummeln, erst überlegen - dann macht es richtig Spaß.
Einige Rätsel waren selbst für die Rotarier nur schwer zu erraten. Sie durften sich als erstes daran versuchen. Wobei das schönste Mädchen im ganzen Land auch vom Governor of District der Rotarier erkannt wurde. Als er sich zum Besuch in Marktheidenfeld anmeldete, sollte es ein Rätsel geben, das mit Lohr zu tun hatte. Da bot sich Lohrs berühmteste Märchenfigur geradezu an.
Susanne Waschinger

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