Donnerstag, 04.03.2021
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Main-Echo-Aktion für unsere Faschingsvereine: Die Miniatur-Mottowagen-Challenge

Bis zum 7. Februar mitmachen

Mainviereck
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Verrückte Welt: Vorne wird quer gedacht und demonstriert, während im Hintergrund Ärzte die Coronapatienten behandeln.
Foto: Boris Dauber
Verrückte Welt: Vorne wird quer gedacht und demonstriert, während im Hintergrund Ärzte die Coronapatienten behandeln.
Foto: Boris Dauber
Bayerns größte Lobby braucht das passende Gefährt: das CSU-Lobbycar.
Foto: Boris Dauber
Kann er Kanzler? Noch überragt Merkel ihren womöglichen Nachfolger Stahlfaust-Söder.
Foto: Boris Dauber
Der Main-Echo-Mottowagen in all seiner Pracht.
Foto: Boris Dauber
Die Fa­schings­zü­ge sind die­ses Jahr ge­lau­fen, be­vor sie über­haupt los­fah­ren konn­ten. Schuld da­ran ist das Co­ro­na­vi­rus, das uns auch au­ßer­halb der Fa­schings­zeit zum Mas­ken­tra­gen zwingt. Da­mit die Nar­ren und När­rin­nen in un­se­rer Re­gi­on kei­ne Ent­zug­s­er­schei­nun­gen be­kom­men, ha­ben wir uns in der Re­dak­ti­on et­was ein­fal­len las­sen. "Wir bau­en uns'ren eig'nen Zug, denn The­men gibt es grad ge­nug", lau­tet un­ser Mot­to.

Das Main-Echo sucht den schönsten Faschings-Modellwagen
Quelle: Boris Dauber

Wo wir schon beim Thema wären: Mottowagen können ja auch mal kleiner ausfallen, damit ihr Bau nicht komplett ausfallen muss. Deshalb startet unser Medienhaus die Main-Echo-Miniatur-Mottowagen-Challenge. Wir rufen hiermit alle Faschingsvereine in unserem Verbreitungsgebiet auf, sich mit ihren selbst gebastelten Themenwagen zu beteiligen. Wenn genug Narren ihrer Kreativität freien Lauf lassen, steht einem corona-tauglichen Gaudiwurm nichts im Wege. Die Details zum Mitmachen stehen im Infokasten.

Selbstverständlich hat sich auch die Redaktion etwas ausgedacht, um dabei zu sein und die Aktion zu veranschaulichen. Es wurden sowohl Kosten als auch Mühen gescheut, um einen Faschingswagen zu bauen, den die Welt so noch nicht gesehen hat - das CSU-Lobbycar.

Das Motto dahinter musste möglichst allgemein sein, damit wir den Fastnachtsvereinen nicht die guten Themen stehlen. Denn es gilt die Regel: Global? Regional? Lokal? Ganz egal! Jeder baut, auf was er Lust hat. Nur beleidigend sollte es bitte nicht sein.

Derzeit gibt es ein Aufregerthema, das uns wirklich alle betrifft. Daher war die Themenfindung einfach. Die einen regen sich über die Corona-Regeln auf, die anderen über diejenigen, die sich über die Corona-Regeln aufregen. Ein Glück also, dass wir zumindest in Bayern einen Monarchen, Verzeihung, einen Ministerpräsidenten haben, der Corona mit stählerner Faust zurückdrängt.

 

Markus Söder geht seit Beginn der Pandemie stramm voran und hat beinahe minütlich Ideen für neue Vorschriften, um das Virus zu besiegen. Schlag auf Schlag hat der CSU-Vorsitzende dazu Sonderregeln in Bayern erlassen, von denen andere Bundesländer nur träumen können und die sie irgendwann zerknirscht nachziehen. Um an FFP2-Masken für den Einkauf und die Fahrt in Bus und Bahn zu kommen, durften die Bayern schon eine Woche vor allen anderen Bundesbürgern die Apotheken, Drogerien und Internetshops stürmen. Außerdem will Söder die Impfpflicht für Pflegepersonal prüfen lassen. Einer muss es ja tun.

Ein durchschlagender Erfolg? Markus Söder haut dem Coronavirus die Hucke voll.
Foto: Boris Dauber

Was passt also besser zu Markus Söder als eine alte Masters-of-the-Universe-Figur aus dem Keller mit überdimensionierter Faust? Nichts! Schnell noch aus einem Flummi, Stecknadeln und Knete das Virus nachgebaut, dem Fledermausmännchen eine China-Fahne verpasst, um politisch inkorrekt das Ursprungsland und das unter Verdacht stehende Überträgertier des Coronavirus zu basteln und schon steht der Lenker des Faschingswagens fest.

Da die CSU in Bayern die stärkste Lobby hat, wird mit einem kurzen Kniff und Tesafilm aus dem Bobbycar ein CSU-Lobbycar. Die rote Kiste noch parteigemäß schwarz anzumalen, war uns dann doch zu anstrengend. Überhaupt keine Anstrengung floss in die Merkel-Attrappe. Es war von vorneherein klar, dass für die weltweit beliebte und begehrte Angela nur eine Puppe infrage kommt, die an ihre Prominenz heranreichen kann: Barbie. Seltsamerweise sind deren Hände bereits so geformt, dass die Merkel-Raute leicht hinzubiegen ist.

Wie wir alle wissen, räumt die Kanzlerin bald den Berliner Thron und Söder wird als möglicher Nachfolger gehandelt. Das ist eine Realität, die viele im Land schmerzt, doch der Fasching muss auch gesellschaftliche Missstände thematisieren und den Finger gnadenlos in die Wunde legen.

Das veranschaulicht unser Mottowagen auch, indem er eine Querdenker-Demo der harten Realität in den Intensivstationen gegenüberstellt. Während den Protestierenden die Corona-Regeln quer liegen, weil sie Corona für ein Bier, Masken für Teufelszeug und Fakten für verdrehbar halten, kämpfen Ärzte und Pflegepersonal im Hintergrund um das Leben von Coronapatienten.

Unser Mottowagen ist übrigens zu 99 Prozent wiederverwertbar. Das meiste Baumaterial dafür stammt aus der Spielzeugkiste und ist schon wieder anderweitig in Gebrauch. Egal, ob Stoff, Pappe, Knete, Holz, Metall oder Plastik, der Fantasie der Faschingsvereine sind keine Grenzen gesetzt. Und meistens findet sich im Haushalt, in der Scheune, im Keller oder auf dem Speicher genug verwertbares Material. Wir sind gespannt auf die Kreationen.

Hintergrund: Bei Main-Echo-Miniatur-Mottowagen-Challenge mitmachen

Auch wenn keine Faschingszüge stattfinden können, soll die närrische Zeit nicht spurlos an uns vorüberziehen. Deshalb ruft das Medienhaus Main-Echo alle Faschingsvereine in unserem Verbreitungsgebiet auf, sich an einem außergewöhnlichen Umzug mit selbst gestalteten Themenwagen zu beteiligen.

Lasst eurer Kreativität freien Lauf beim Bau von Themenwagen-Modellen. Heuer könnt ihr all die Ideen, die euch schon immer gereizt haben, in Miniaturform umsetzen. Eurem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt: Ihr könnt die Modellwagen aus den unterschiedlichste Materialien, wie Plastik, Holz, Metall, Pappmaché, Knete, Stoff oder Spielzeug aller Art zusammenbauen. Jede denkbare Kombination ist erlaubt. Gleiches gilt natürlich auch für die Themen, die ihr umsetzen wollt: Ihr entscheidet, was Spaß macht, wer durch den Kakao gezogen werden muss oder wie ihr den Betrachter zum Nachdenken anregen wollt.

Das Schöne am Basteln ist ja, dass es auch in Zeiten des Lockdowns und mit den gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln klappt. Der Plan für den Wagen kann allein oder im Team, am Telefon, über WhatsApp oder im Videochat erdacht werden. Basteln kann einer allein oder mehrere teilen sich die Arbeit in verschiedene Schritte auf. Am Ende kommt sicher etwas ganz Besonderes raus, das nicht nur unsere Leser, sondern auch die anderen Faschingsvereine mit Interesse betrachten werden.

Zum Mitmachen müsst Ihr uns nur bis Sonntag, 7. Februar, ein Foto Eures Modell-Faschingswagens (mindestens 2 MB groß und im jpg-Format) an die jeweils für Euch zuständige Redaktion schicken: redaktion.lohr@main-echo.de, redaktion.marktheidenfeld@main-echo.de oder redaktion.wertheim@main-echo.de. Auf dem Foto sollte der Wagen in Gänze zu sehen sein, also baut ihn bitte nicht zu groß.

Dazu erklärt ihr noch in einigen Sätzen, was das Motto Eures Wagens ist und an wen wir uns für Nachfragen wenden können (Telefon und E-Mail-Adresse wären nett). Wenn ihr auf bestimmte Details besonders stolz seid, könnt ihr diese auch mit einem weiteren Foto hervorheben. Wir veröffentlichen euer Gefährt auf unserer reichweitenstarken Internetseite main-echo.de und im Lokalteil eurer Zeitung. dau

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