Schollbrunn weist neues Baugebiet aus

Gemeinderat: Flächennutzungsplan wird geändert

Schollbrunn
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Vor al­lem mit Bau­an­ge­le­gen­hei­ten hat sich der Scholl­brun­ner Ge­mein­de­rat in sei­ner jüngs­ten Sit­zung be­fasst. Ein­stim­mig wur­de ei­ne Än­de­rung des Flächen­nut­zungs­plans be­sch­los­sen.

Die Planung umfasst das Grundstück mit der Flurnummer 419, das im nördlichen Teil bisher als Mischgebiet und im südlichen Teil als Fläche für die Landwirtschaft dargestellt wurde. Mit der Änderung soll es in Wohnbauflächen geändert werden. Das erfolgt parallel zur Aufstellung des Bebauungsplans »Zur Kartause«. Beauftragt damit wurde das Ingenieurbüro Wegner.

Schollbrunn hat zuletzt das Baugebiet in Hoffeld realisiert. Stetige Nachfragen machen einen weiteren Bedarf an Wohnbauflächen deutlich, sagte Bürgermeisterin Thea Kohlroß. Trotz Einführung eines Flächenmanagements im Jahr 2015 samt Immobilienbörse, die speziell auf die Vermeidung von Leerständen und Baulücken sowie Revitalisierung des Ortskerns ausgelegt ist, könne der Bedarf nicht gedeckt werden.

Die privaten Baulücken seien kaum aktivierbar, so die Bürgermeisterin. Im Rahmen der Bauleitplanung erfolgt der Nachweis des Bauflächenbedarfs. Mit dem Bebauungsplan »Zur Kartause« will die Gemeinde ein allgemeines Wohngebiet am südlichen Ortrand schaffen. Die Planung umfasst die Flurnummern 419, 377/1 und 359.

Carportentscheidung vertagt

Vertagt wurde der Antrag auf ein Carport. Beantragt wurde eine isolierte Befreiung wegen Überschreitung der Baugrenze. Der Antragsteller will ein Carport mit vier mal sechs Meter und einer Wandhöhe von 2,30 Meter errichten. Die Dacheindeckung soll mit lichtdurchlässigen Elementen erfolgen. Der geplante Standort überschreitet die Baugrenze zum Eichenweg, so dass von gemeindlicher Seite die Genehmigung erforderlich ist.

Als grundsätzlich lobenswert wurde erachtet, dass die Fahrzeuge von der Straße weg wären. Die Bürgermeisterin führte Beispiele an, bei denen der Gemeinderat ähnliche Bauten direkt an der Straße abgelehnt hatte. Robert Geis meinte, bauliche Entscheidungen sollten nicht willkürlich getroffen werden. Vielmehr seien Bestimmungen festzulegen, wobei jeder Straßenzug für sich gesehen werden sollte.

Rücksprache mit Verwaltung

Jürgen Geis sprach sich dafür aus, vor einer Entscheidung in Rücksprache mit der Verwaltung bestimmte Kriterien zu erarbeiten und festzulegen. Tina Wehner tendierte zu Einzelfallentscheidungen und sah in diesem Fall keine Beeinträchtigung des Verkehrs. Die Bauverwaltung wird nun beauftragt, Kriterien für künftige Carport-Bauanträge auszuarbeiten.

Bürgermeisterin Kohlroß informierte, dass die Telekom das Glasfasernetz ausbauen will. »So bleibt Schollbrunn als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv«, sagte sie. Die Telekom gehe davon aus, dass sich viele Hauseigentümer für einen Glasfaseranschluss begeistern können. Über den Start der Vermarktung werde die Telekom rechtzeitig informieren.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!