Schillerndes Frühlingserwachen mit Mut zu Neuem

Konzert: Das Duo Julia Grimmer und Hubert Steiner entführt die Zuhörer auf eine virtuos gestaltete Reise

Triefenstein
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Konzert zum Mutteratg in Lengfurt
Foto: Raymond Roth
»Was das Herz be­wegt, das strömt in Tö­nen aus«, stand über dem Pro­gramm des klei­nen, aber fei­nen Kon­zerts »Klas­sisch am Mut­ter­tag« in Leng­furt. Das Duo Ju­lia Grim­mer (Qu­er­flö­te) und Hu­bert Stei­ner (Gi­tar­re) ent­führ­te die gut 60 Be­su­cher nicht nur in ein schil­lern­des Früh­ling­s­er­wa­chen, son­dern auch in für vie­le Zu­hö­rer ganz neue mu­si­ka­li­sche Ge­fil­de.
Das »Abendlied«, das der damals gerade mal 15-jährige Josef Rheinberger vor gut 150 Jahren schrieb, bildete die passende Eröffnung des Konzertes. Es leitete eine kleine, musikalisch höchst virtuos gestaltete Reise ein, durch den an Farben und Stimmungen so reichen Frühling, dem Komponisten und Künstler in verschiedenen Zeiten und Welt-Gegenden oft in gänzlich anderen Grundstimmungen musikalisch Ausdruck verliehen haben: Melancholie und Romantik, Aufbruchsstimmung und Mut zu Neuem, Freude und Frische.
Franz Schuberts »Ständchen«, Robert Schumanns »Träumerei« und die Stücke des Engländers Edward Elgar fanden sich platziert zwischen Pergoleses »Sicilienne«, dem »Tempo de Siciliano« (von Mario Castelnuovo-Tedesco) und drei Stücken des großen spanischen Volkskomponisten Joaquin Rodrigo, zu denen Hubert Steiner auch kleine musikgeschichtliche Erklärungen lieferte.
Dazu kam viel an lateinamerikanischen Tönen des großen brasilianischen Volkskomponisten Heitor Villa-Lobos, der in seinen »Bachianas Brasileiras« brasilianische Volksmelodien in Suiten im polyphonen Stil seines großen musikalischen Vorbilds Johann Sebastian Bachs vertont hatte.
Bach gab es aber auch zweimal pur, mit »Jesu bleibet meine Freude« und das auf einem Kirchenlied und Choral basierende »Wachet auf«, das man in dieser Form wohl noch nicht gehört haben dürfte.
Dazu kam ein großer Name aus Argentinien: Astor Piazzolla, der Begründer des »Tango Nuevo«, mit »Oblivion«, dem großartigen »Café 1930« und dem »Libertango«, in welchem Gitarre und Querflöte sich in der Melodieführung abwechselten.
Es gab zwei Präsente an die Künstler aus den Händen von Bruno Hock, Vorsitzender der Musikkapelle Lengfurt. In deren Proberaum, wo das Konzert stattgefunden hatte, kam das Duo dann auch nicht um eine Zugabe umhin. Raymond Roth
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