Relief an neuem Standort gesegnet

Historischer Verein: Erklärende Tafel der Stadt Marktheidenfeld erinnert an den langjährigen Vereinsvorsitzenden Michael Deubert

Marktheidenfeld
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Herbert Römisch von der Pfarrei, Kreisarchivpfleger Leonhard Scherg, Pfarrer Hermann Becker, Bürgermeister Thomas Stamm, Wolfram Blasch (2. Vorsitzender Historischer Verein) und Kreisheimatpfleger Paul Diener (von links). Foto: Johannes Väth
Foto: Johannes Väth
Bei ei­ner Fei­er­stun­de hat Pfar­rer Her­mann Be­cker das über 270 Jah­re al­te Re­lief des Hei­li­gen Mi­cha­el ge­seg­net, das jetzt hin­ter der Ap­sis der Markt­hei­den­fel­der Lau­ren­ti­us-Kir­che ei­nen neu­en Stand­ort ge­fun­den hat.

Eine erklärende Tafel dazu erinnert an Michael Deubert (1959-2020), den langjährigen Vorsitzenden des Historischen Vereins Marktheidenfeld und Umgebung e. V. und Ehrenringträger der Stadt Marktheidenfeld.

Das Rotsandsteinrelief, es könnte auch der Aufsatz eines Bildstocks gewesen sein, war nach dem Abriss einiger Häuser auf dem Gelände der Martinsbräu in der Georg-Mayr-Straße von Maria Martin dem Historischen Verein übereignet worden. Dieser hatte es beim Steinmetzbetrieb Hofmann & Stefan in Rothenfels restaurieren lassen. Dazu leistete der Bezirk Unterfranken über seine Kultur-Stiftung einen namhaften Beitrag, worum sich Kreisheimatpfleger Paul Diener (Erlenbach) bemüht hatte. Wolfram Blasch vom Historischen Verein dankte der Kirchenverwaltung und der Stadt, dass einvernehmlich der neue, den Raum aufwertende Standort gefunden werden konnte, und übergab das Kleindenkmal als Dauerleihgabe in die Obhut der Katholischen Kirchenstiftung St. Josef.

Die Kirchenverwaltung, in der Michael Deubert lange Jahre tätig war, hatte die Anbringung des fast drei Zentner schweren Reliefs durch die Schlosserei Stefan Müller aus dem Lohgraben veranlasst. Bürgermeister Thomas Stamm erinnerte an einen ehrenamtlich engagierten Mann, der für seine Heimatstadt heimatgeschichtlich viel festgehalten habe, was sonst in Vergessenheit geraten würde. Die Stadt steuert die Erinnerungstafel an Michael Deubert bei, die Herbert Römisch bereits neben dem Relief angebracht hat.

Nicht alles, was der Mensch könne, dürfe er auch tun, sagte Becker in Anspielung auf das Motto des Reliefs: Quis ut deus - wer ist wie Gott? Denn niemand ist wie Gott. Als Fürbittgebet sang er einen Hymnus aus dem 10. Jahrhundert und bat Gott um Schutz vor allem Bösen. Mit einem Vaterunser im Gedenken an Michael Deubert und dem Segen endete die »Einweihung« des Michael-Denkmals. Die Dauerleihgabe des Historischen Vereins zeigt den Erzengel Michael mit Flammenschwert und Schild (Wer ist wie Gott?) triumphierend über den am Boden liegenden Satan.

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