Projekte für die nächsten 20 Jahre

Stadtrat: Integriertes Stadtentwicklungskonzept sieht unter anderem einen Innenstadtkoordinator vor

Marktheidenfeld
2 Min.

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Zwei Jah­re Ar­beit, ein 120-sei­ti­ges Kon­zept und ei­ne Viel­zahl kon­k­re­ter Pro­jek­te, auf die die Stadt in den kom­men­den zehn bis 20 Jah­ren auf­bau­en kann: In sei­ner Sit­zung am Don­ners­tag hat der Markt­hei­den­fel­der Stadt­rat der End­fas­sung des In­te­grier­ten Stadt­ent­wick­lungs­kon­zepts (ISEK) zu­ge­stimmt.
Die Bevölkerung wird älter, die Ansprüche an Wohnen, Einkaufen und Leben in der Stadt ändern sich. Das ISEK soll helfen, Marktheidenfeld für die Zukunft gut aufzustellen. Gleichzeitig ist es Voraussetzung dafür, Mittel aus der staatlichen Städtebauförderung zu erhalten.
Zunächst auf den Grundlagen des Bund-Länder-Städtebau-Förderprogramms »Aktive Stadt und Ortsteilzentren« erstellt, wurde Marktheidenfeld nun auch in das Städtebau-Förderungsprogramm »Soziale Stadt« aufgenommen. Das ISEK musste daraufhin noch einmal überarbeitet und an das neue Programm angepasst werden. Die mit dem Konzept beauftragten Ingenieure Martin Fladt von der Firma »Umbau-Stadt« und Christian Bitter von Cima-Beratung stellten die endgültige Fassung in Auszügen dem Stadtrat vor.
Frequenz erhöhen
Elf Themengebiete, vom Wohnen in der Stadt über Bildung bis zum Verkehr, haben die Planer analysiert, Defizite, zum Beispiel Mängel in der Gestaltung des öffentlichen Raums festgestellt, und daraufhin Ziele erarbeitet. Herausgekommen ist eine Liste mit Maßnahmen und Projekten, die die Stadt sukzessive umsetzen kann.
Ein wichtiges Feld ist hierbei die Stabilisierung der Innenstadt. »Es gibt nie nur eine Antwort auf eine Frage, sondern immer ein Bündel an Maßnahmen«, erklärte Fladt.
So werde es in der Innenstadt künftig darum gehen, die Frequenz zu erhöhen - unabhängig von der allgemeinen Konsumdynamik, sprich, der Tendenz, dass die Kunden gerne in der Innenstadt flanieren, aber lieber außerhalb im Discounter einkaufen.
»Dies lässt sich zum Beispiel erreichen, indem man öffentliche Einrichtungen in die Innenstadt holt, wie Sie es schon mit der Stadtbibliothek machen«, sagte Bitter. Die Lebendigkeit der Marktheidenfelder Innenstadt zeige, dass hier »das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen« sei.
Mit der Herabstufung der Bundesstraße, einer möglichen Weiterentwicklung der Fußgängerzone und einem verbesserten Umgang mit dem Thema Internet ließen sich zudem neue Räume und Möglichkeiten erschließen. Eine ganz konkrete Idee ist diesbezüglich die Stelleneinrichtung eines Innenstadtkoordinators, der die Aktivitäten von Einzelhandel, Dienstleistern und Gastronomie aufeinander abstimmt.
Im Einzelfall entscheiden
Andere Maßnahmen sind etwa die Umgestaltung des Busbahnhofs, eine Verbesserung des Nahverkehrs oder eine Aufwertung der Stadteingänge.
Wann welche dieser Projekte tatsächlich umgesetzt werden und wie sie dann im Detail aussehen, muss der Stadtrat im Einzelfall und nach Abwägung der Förderfähigkeit entscheiden. »Papier ist immer weniger Abbild als die Realität der Stadt selbst, die sich ja auch ständig verändert«, erklärte Fladt. Eine Fortschreibung und erneute Anpassung des Konzepts sei deswegen auch in der Zukunft möglich.
Bianca Löbbert
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