Freitag, 04.12.2020
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Zustimmung zur Erweiterung des Bürger-Solarparks

Gemeinderat: Planer dürfen nicht alle Flächen nutzen

Triefenstein
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So sieht ein Solar-Modul im Modell aus, das einmal Teil einer Lärmschutzwand mit Energiegewinnung werden könnte. Foto: Günter Reinwarth Bildunterschrift 2020-11-21 --> So sieht das Solar-Modul im Modell aus, das einmal Teil einer Lärmschutzwand mit Energiegewinnung werden könnte. Foto: Günter Reinwarth
Foto: Günter Reinwarth
Die The­men »So­lar­an­la­gen und En­er­gie­wen­de« be­schäf­tig­ten in der öf­f­ent­li­chen Sit­zung am Di­ens­tag im Saal­bau der Fried­rich-Ebert-Stif­tung er­neut den Trie­fen­stei­ner Ge­mein­de­rat.

Als neue Planungsvariante stand ein Pilotprojekt zur Diskussion, das auch das Thema Lärmschutz zum Inhalt hat und zusammen mit der Erweiterung der 14 Hektar großen Solarfelder am Rande der Autobahn im Raum Rettersheim und Trennfeld nach Vorstellungen der Firma Main-Spessart Solar GmbH in Bessenbach bei Aschaffenburg bis zum Herbst 2021 realisiert werden soll.

Nach anfänglicher Skepsis gab das Gremium unter Leitung von Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock mit einem Grundsatzbeschluss der Bessenbacher Firma grünes Licht zur Erweiterung des bereits bestehenden Bürger-Solarparks. Dieser Beschluss beinhaltet auch das grundsätzliche Einvernehmen, dass die Main-Spessart Solar GmbH mit den Grundeigentümern und betroffenen Landwirten in Verhandlungen treten darf.

Wertvolle Grünflächen

Allerdings dürfen die Planer nicht alle der von ihnen vorgesehenen Erweiterungsflächen in die Praxis umsetzen. Die Trennfelder CSU-Gemeinderätin Stefanie Engelhardt entdeckte in der neuerlichen Planungsvariante in der Nähe des unterhalb von Rettersheim liegenden Umspannwerks äußerst wertvolle Grünflächen, die nach ihrer Auffassung nicht in die Erweiterungsplanung eingebunden werden dürften.

Engelhardt und ihr Kollege Wolfgang Virnekäs machten ferner deutlich, dass die künftigen Solarfelder optisch im Landschaftsbild nicht hervorstechen sollten. Konkret nannten sie den Ausblick vom Homburger Kallmuth, der auch dem Geschäftsführer Bernd Büttner nach mehreren Wanderungen nicht unbekannt ist.

Bernd Büttner, der mit seinem Kollegen Eberhard Jaklin in die Sitzung gekommen war, hatte für die Beratungen im Lengfurter Saalbau das Muster eines Solarmoduls mitgebracht, in das eine hölzerne Tafel integriert ist. Diese Tafel soll Teil einer 3.50 Meter hohen Holzwand werden, die in Richtung Autobahn ausgerichtet ist und den Schall dämmen soll.

250 Festmeter Nadelholz

Nach Büttners Vorstellung werden für diese Holzwand rund 250 Festmeter Nadelholz benötigt - eine Menge, die in der Summe rund fünf bis sechs Lkw-Ladungen ausmachen und aus dem Triefensteiner Gemeindewald angeliefert werden sollten. Nur ein Gemeinderat bezeichnete diese Holzwand als »wenig sinnvoll«.

Bernd Büttner machte im weiteren Verlauf der Diskussion deutlich, dass die Erweiterung des Triefensteiner Solarparks nicht billig werden wird. Fördermittel erwartet er unter anderem von der Bundesnetzagentur, die aktuell eine Ausschreibung laufen hat.

Ferner schließt der Geschäftsführer der Main-Spessart-Solar GmbH nicht aus, dass die beteiligten Bürger eine Zeit lang mit geringeren Renditen auskommen müssten. Wolfgang Virnekäs wollte wissen, ob in die aktuellen Planungen auch die Rettersheimer Bürgerinitiative, die im Sommer dieses Jahres einen Ortstermin mit MdB Alexander Hoffmann, Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock und Stefan Weisskopf von der Autobahndirektion Nordbayern organisiert hatte, eingebunden werden könne. Das sei der Fall, antwortete Büttner. Damals war auch von der Behörde eine Bepflanzung an der Autobahn nicht ausgeschlossen worden.

Hintergrund

So sieht das Solar-Modul im Modell aus, das einmal Teil einer Lärmschutzwand mit Energiegewinnung werden könnte. Foto:

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