Welche Heizung soll es werden?

Bauprojekt: Gemeinderat lässt Entscheidung für Energiekonzept bei Kindergartenneubau vorerst offen

Karbach
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Mit ein­ein­halb­stün­di­ger Ver­spä­t­ung star­te­te am Don­ners­ta­g­a­bend der öf­f­ent­li­che Teil der Ge­mein­de­rats­sit­zung.

Achim Müller, der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft, hatte den von Karbachs Bürgermeister Bertram Werrlein öffentlich angesetzten Tagesordnungspunkt »Sachstandsbericht zum Thema Jagdgenossenschaft/abgeführte Umsatzsteuer« zu Beginn der Sitzung kurzerhand für nichtöffentlich erklärt.

Während einem interessierten Bürger die Wartezeit zu lange geworden war, mussten sich Markus Zinßer vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Marktheidenfeld und Bastian Betz, Mitarbeiter der VG, gedulden, bis sie den Ratsmitgliedern ihre Ausführungen zum Thema Kindergarten-Neubau vortragen konnten. »Mir geht es darum, aufzuklären und einen Denkanstoß zu geben«, bekundete Zinßer bei seinen Ausführungen zum Thema Heizung für den Kindergarten.

Wärmepumpe oder Pellets

Der Karbacher Gemeinderat hatte für den Kindergarten-Neubau in Nähe der Mehrzweckhalle die Installation einer Wärmepumpe geplant. Das Ingenieurbüro hat jedoch eine Holzpellets-Heizung vorgesehen.

Nun nutzte Zinßer die Gelegenheit, dem Gremium seine Vision, nämlich ein Nahwärmenetz für Kindergarten, Festhalle und Bauhof vorzustellen.

Zinßer zeigte anhand einer angenommenen Heizleistung von 42 Kilowattstunden für den Kindergarten, dass die Anschaffung und die laufenden Kosten für eine Wärmepumpe zwar minimal günstiger, die Anschlusskosten für die Stromversorgung jedoch höher wären. Bei den drei in Nachbarschaft gelegenen Gebäuden Kindergarten, Mehrzweckhalle und Bauhof würden somit drei unterschiedliche Heizungen, nämlich Wärmepumpe, Öl und Gas, betrieben werden.

»Die Idee ist super, aber dadurch sind die Kosten natürlich höher«, stellte Ralf Freund fest und schlug vor, die genauen Zahlen abzuwarten und dann zu entscheiden. »Wir reichen den Plan mit Wärmepumpe ein und machen uns über die heutige Vorstellung in aller Ruhe Gedanken«, erklärte Werrlein.

Fachbereichsleiter Bastian Betz lieferte anschließend, gerade für die neuen Ratsmitglieder, einen groben Rückblick über das Vorhaben Kita-Neubau. Demnach wurde im März der Plan für den 3,8 Millionen Euro teuren Neubau eingereicht.

Nach Berücksichtigung der Änderungswünsche der Regierung sind die Kosten mittlerweile auf 4,6 Millionen Euro angewachsen. Betz wollte vom Gremium wissen, ob der geänderte Plan nun eingereicht werden soll: »Kann sich der Markt Karbach das leisten?«

Der Bürgermeister verwies darauf, dass eine höhere Förderung, nämlich 60 Prozent, in Aussicht gestellt wurde. Zudem zeigte er Einsparmöglichkeiten bei den Außenanlagen mittels Eigenleistung der Eltern auf.

Einstimmig beschloss das Gremium daraufhin, die VG damit zu beauftragen, den Plan mit den derzeit bekannten Kosten bei der Regierung einzureichen.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!