Regionales Grillfleisch zu jeder Tageszeit auf Knopfdruck

Genuss: Neuer Automat am Jagd-Zentrum Spessart

Marktheidenfeld
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Metzger Andreas Krämer aus Urspringen und Stefanie Wehr vom Jagd-Zentrum Spessart präsentieren den neuen Grill-Automaten vor dem Jagd-Zentrum. Foto: Lucia Lenzen
Foto: Lucia Lenzen
Geld rein, Grill­f­leisch raus - rund um die Uhr. »Mit dem Ge­dan­ken, ei­nen Grill­f­leisch-Au­to­ma­ten auf­zu­s­tel­len, ha­ben wir bei­de schon län­ger ge­spielt«, sagt Ste­fa­nie Wehr, In­ha­be­rin des Jagd-Zen­trums Spess­art in Markt­hei­den­feld.

Mit »wir« meint sie Metzger Andreas Krämer vom Partyservice und der Metzgerei N. Krämer aus Urspringen und ihren Partner Timo Hudalla, mit dem sie das Jagd-Geschäft am Maradies betreibt. Dort vor der Tür steht seit zwei Wochen der neue Automat.

Das Besondere daran: In der Auslage liegen nicht nur Produkte aus Schweine- und Rinderfleisch, sondern auch aus Wildbret, also Fleisch von freilebendem Wild aus den Wäldern der Umgebung. Möglich macht das eine EU-Zertifizierung, die Metzger Andreas Krämer seit Anfang des Jahres innehat.

Um die Zulassung zu bekommen, musste Krämer gewährleisten, dass die Verarbeitungsprozesse von Wildfleisch und dem Fleisch aus dem Metzgerbetrieb streng getrennt voneinander ablaufen. Er richtete eine eigene Kühlzelle ein und arbeitet nach einem speziellen Hygieneplan. Derzeit nutzen sechs Jäger die Kooperation mit ihm. Hintergrund ist auch der Zeitdruck, der nach dem Erlegen eines Wildtieres entsteht. Denn bleibt das Tier länger liegen, wandern Bakterien ein. Was Metzger Krämer an Wildbret in Urspringen verarbeitet, bietet er nicht in seinem Geschäft an. »Ich will ja nicht in Konkurrenz zu den Jägern treten«, sagt er. Das Wild, das im Automaten angeboten wird, stammt aus Karbach. Aber auch das Grillfleisch von Rind und Schwein, das Metzger Krämer dort anbietet, kommt aus der Region und hat teilweise Bio-Qualität.

Rund 15 000 Euro hat die Anschaffung des Automaten gekostet. Für die Fleischlagerung herrschen in seinem Inneren Temperaturen zwischen zwei und vier Grad. Ein rötliches Licht verhindert, dass das Fleisch ausbleicht. Über eine App werden die Betreiber mehrmals täglich über den Füllzustand informiert. Aber auch über etwaige Probleme mit der Temperatur oder der Stromversorgung. Eine zusätzliche Scheibe vor dem Sichtfenster schützt vor Vandalismus. Zudem wird der Stellplatz videoüberwacht.

Wie das »Grillfleisch to go« bisher ankommt? Verkaufsspitzen gebe es erwartungsgemäß am Wochenende. Aber auch die nahegelegenen Großbetriebe brächten Kundschaft. So holten sich Schichtarbeiter hier gerne ihre Brotzeit - auch schon mal nachts um drei, erzählt Krämer. Denn neben Grillgut gibt es auch Geräuchertes und Dosenwurst zum Direktverzehr. Nachgebessert habe man für die Vegetarier: Neben Würsten und Grill-Fleisch gibt es nun auch Grillkäse. Auch im Winter bleibt der Automat in Betrieb: Dann soll es Braten, Salami und Schinken geben.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!