Freitag, 16.04.2021
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Neue Bauplätze für Esselbach

Gemeinderat: Bund Naturschutz kritisiert gravierende Eingriffe in Lebensraum streng geschützter Arten

Esselbach
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Auf beiden Seiten des Triebwegs sollen nach dem Wunsch der Gemeinde Esselbach Wohnhäuser entstehen und so die oberhalb bereits bestehende Bebauung mit dem Ort verbunden werden. Foto: Ernst Dürr
Foto: Ernst Dürr
In der Sit­zung des Es­sel­ba­cher Ge­mein­de­ra­tes am Di­ens­tag be­han­del­ten die Rä­te die Stel­lung­nah­men zum Be­bau­ungs­plan »Am Trieb III« und be­sch­los­sen ge­gen drei Stim­men die er­neu­te öf­f­ent­li­che Aus­le­gung.

Grundsätzliche Kritik kam vom Bund Naturschutz. Dies betraf den Flächenverbrauch und das Ausfransen der Bebauung. Insbesondere jedoch wurde der aus Sicht des Bund Naturschutz nicht ausreichend berücksichtigte Artenschutz kritisiert. Man sieht hier Planungsmängel und gravierende Eingriffe in Lebensräume streng geschützter Arten. Die Entfernung einer Hecke im Umfang von 0,25 Hektar hätte im Vorfeld einer Genehmigung bedurft.

Der Gemeinderat argumentiert, dass mit dem neuen Baugebiet eine bereits bestehende Bebauung angebunden werden soll. Alle Artenschutzmaßnahmen würden in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde festgelegt. Zudem sei eine Fachbiologin in die Planungen eingebunden. Bei allen Einzelbeschlüssen zu den Stellungnahmen gab es im Rat jeweils die drei Gegenstimmen des zweiten Bürgermeisters Reiner Väth und der Gemeinderäte Stefan Roos und Jan Eichner.

Sondervereinbarung nötig

Diese stimmten auch gegen das gemeindliche Einvernehmen zum Neubau eines Wohnhauses mit Garage und Carport im künftigen Baugebiet »Am Trieb III«. Voraussetzung für die Genehmigung sind die Abschlüsse von Sondervereinbarungen hinsichtlich Wasser und Kanal sowie der Zufahrt. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, diese mit den Anliegern abzuschließen. Auch dieser Beschluss erfolgte gegen die Stimmen der drei Räte.

Der Bürgermeister informierte, dass in der Kredenbacher Schule der Innenputz fertig gestellt, die Decken abgehängt und die Deckenkonstruktion im großen Saal erstellt wurden. Auch der Estrich ist verlegt. Die Heizungssockel im großen Saal sollen passend zum neuen Parkett in Holz ausgeführt werden. Deshalb stimmten die Räte einem Nachtragsangebot der Schreinerei Väth aus Esselbach in Höhe von 4100 Euro zu. Die Außentüren sollen farbgleich zu den Fenstern in einem Grauton ausgeführt werden. Der Gemeinderat beauftragte für 11 884 Euro ebenfalls die Schreinerei Väth mit der Erstellung der Holztüren.

Zur Änderung des Flächennutzungsplans und zum Bebauungsplan der Stadt Marktheidenfeld für das ehemalige Ziegeleigelände erhebt die Gemeinde keine Einwände. Am Reusenberg in Esselbach war das Grundstück Flur Nr. 1551/1 mit 765 Quadratmetern bisher als Spielplatz ausgewiesen, jedoch nie als solcher ausgebaut. Der Rat widmete die Fläche gegen eine Stimme nun zu einem Bauplatz um, der mit der Hausnummer 9a in das Baulückenkataster aufgenommen wird. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurde über den Verkaufspreis beraten und abgestimmt. Dieser soll 100 Euro betragen.

Einstimmig beschloss das Gremium beim günstigsten Anbieter »Häuslein Werkzeuge« eine neue Kreissäge für den Bauhof für 4099 Euro anzuschaffen. Da die neue Satzung für die Erdaushub- und Bauschuttdeponie noch nicht abgestimmt wurde, soll zunächst die alte Satzung mit neuen Preisen gelten. Die Gebühr für das Ablagern der Abfälle beträgt elf Euro pro Kubikzentimeter. Kleinanlieferungen bis 0,5 Kubikzentimeter sind für mindestens fünf Euro möglich. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten werden pro angefangene Arbeitsstunde zudem acht Euro fällig. Die Gebührenfestsetzungen erfolgten einstimmig.

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