Mittwoch, 14.04.2021
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Kernwege in die Waldflurneuordnung?

Gemeinderat: Noch keine Entscheidung getroffen - Thema für die Klausurtagung des Karbacher Gremiums

Karbach
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Der Weg von Karbach in Richtung Roden, mit dem Wald auf der Seite, ist ein Kernweg, der in die Waldflurneuordnung mit aufgenommen werden könnte. Foto: Heidi Vogel
Foto: Heidi Vogel
In der Kar­ba­cher Ge­mein­de­rats­sit­zung stell­ten Di­p­lom-In­ge­nieur Joa­chim Mair und sei­ne Kol­le­gin Lia Stef­ke vom Amt für Länd­li­che Ent­wick­lung die ak­tu­el­len Ent­wick­lun­gen vor.

»Wo gibt es Berührungspunkte zwischen der Waldflurbereinigung und den Kernwegen?« fragte Mair eingangs. Er erläuterte, dass Kernwege die wichtigsten land- und forstwirtschaftlichen An- und Abfahrtswege sind und daher durchaus in die Planungen zur Waldbereinigung mit einbezogen werden können. Als Kernweg im räumlichen Zusammenhang sieht er den Weg nördlich von Karbach nach Roden, die Gemeindeverbindungsstraße nach Urspringen und den Weg südlich der Gemeinde nach Wirrleinsberg.

Das Problem sei, dass man für einen solchen Kernweg eine Breite von mindestens sieben Metern benötige, die vorhandenen Trassen in der Regel aber zu schmal seien. Deshalb benötige man oftmals Flächen von Grundeigentümern angrenzender Flurstücke. »An dieser Fläche scheitert häufig die Umsetzung«, erklärte Mair angesichts der Kosten, machte aber gleichzeitig deutlich, dass man hier nicht über große landwirtschaftliche Flächen spreche. Als Lösung schlug er vor, die Kernwege mit in das Verfahren Karbach 4 (Wald) aufzunehmen, wodurch ein Flächenausgleich im Gesamtverfahren oder ein Geldausgleich möglich seien. Beim Zeitrahmen bewege man sich bei rund zehn Jahren. So falle die Maßnahme in die Förderung, die bei 75 Prozent liegt, die restlichen 25 Prozent müssten dann von der Gemeinde oder je zur Hälfte von den Grundeigentümern und der Kommune getragen werden.

Auf die Frage von Lutz Breiltgens, ob es für die Restsumme andere Fördertöpfe, wie beispielsweise für Radwege, gebe, meinte Mair, dass sich dies nicht ausschließe, jedoch maximal 90 Prozent gefördert werden.

Auf Nachfrage meinte Mair, dass es sinnvoller sei, anfangs mehr Flächen ins Paket zu nehmen, als später einzelne Parzellen hinzuzufügen. »Es ist keine Verpflichtung zum tatsächlichen Ausbau«, betonte er.

Eine Entscheidung fällte das Gremium in seiner Sitzung in der Schulturnhalle am Mittwochabend nicht.

Vielmehr will Bürgermeister Bertram Werrlein die Thematik in der in Kürze geplanten Klausurtagung besprechen. Deutlich machte das Ortsoberhaupt jedoch, dass man sich im Gremium einig sei, die Ortsverbindungsstraße nach Urspringen nicht aufzunehmen, weil man befürchte, Verkehrsströme durch die Ortschaft auf diese Strecke zu lenken.

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