Dienstag, 13.04.2021
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Genehmigung von Kindergarten-Neubau zieht sich hin

Karbacher Gemeinderat:Auf Brisanz wegen eventuell verstreichender Förderfristen hingewiesen

Karbach
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Ver­schie­de­ne In­for­ma­tio­nen von Bür­ger­meis­ter Ber­tram Werr­lein stan­den im Mit­tel­punkt der ers­ten öf­f­ent­li­chen Kar­ba­cher Ge­mein­de­rats­sit­zung im neu­en Jahr.

Das Ortsoberhaupt berichtete, dass es jüngst einen Termin mit der Firma Europoles zwecks Errichtung des Funkturms gab. Wie Zweiter Bürgermeister Ralf Freund, der den Ortstermin wahrgenommen hatte, ergänzte, ist im März der Baubeginn des 30 Meter hohen Funkturms geplant. Die Fertigstellung werde für das erste Halbjahr anvisiert. Sollte die Stromversorgung bis dahin nicht erfolgt sein, werde der Funkturm zunächst mit einem Notstromaggregat betrieben.

Bezüglich der Stromleitung über den Holzplatz, die bereits in der Sitzung im November auf der Tagesordnung stand, zeigte Werrlein eine angeforderte Luftbildaufnahme. Wie bereits berichtet, ist die Leitung über dem Holzplatz zu niedrig; laut Bayernwerk müsse die Gemeinde die Kosten für die Verlegung übernehmen. Hier kam jedoch die Frage auf, ob der Holzplatz nicht bereits länger genutzt wird und der Stromversorger seinerzeit die Leitung zu niedrig errichtet habe.

Brief an Sabine Sitter

Werrlein zeigte anhand der Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1964, dass bereits erste Ablagerungen erkennbar sind. Die Grunddienstbarkeit des Stromversorgers wurde nach Angaben des Bürgermeisters jedoch erst 1974 eingetragen.

Freund berichtete zudem, dass sich Feldgeschworenenobmann Vinzenz Stegerwald auf den Zeitungsbericht hin gemeldet habe. Nach seinen Angaben wurde 1970/71 mit der Erschließung des Baugebiets »Am Röderberg« begonnen, wo sich damals der Holzplatz befand. »In dem Zug ist der Holzplatz umgezogen, also definitiv vor Errichtung der Stromleitung«, machte Freund deutlich.

Bezüglich des Kindergarten-Neubaus monierte Werrlein, dass die Genehmigung beim Landratsamt »nur scheibchenweise und homöopathisch« erfolge. Hatte der Gemeinderat bereits im Januar 2020 den Bauantrag beschlossen und dann eingereicht, erhielt die Gemeinde am 12. Januar 2021 auf Nachfrage die Antwort, dass erst Anfang Dezember die Anfrage ans Wasserwirtschaftsamt ergangen sei. Um Landrätin Sabine Sitter wegen eventuell verstreichender Förderfristen die Brisanz des Themas deutlich zu machen, habe man nun einen Brief an die Landrätin geschickt, jedoch noch keine Rückmeldung erhalten.

Bundeswaldprämie erhalten

Das Ortsoberhaupt hatte jedoch auch Erfreuliches zu berichten. So ging im Dezember der Bescheid der Regierung von Unterfranken ein, wonach die Gemeinde für die Beschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeugs für die Feuerwehr 80 500 Euro erhält.

Ebenfalls Ende vergangenen Jahres hat die Kommune im Rahmen der Bundeswaldprämie, bei der 100 Euro pro Hektar Wald gezahlt werden, 40 000 Euro erhalten. In diesem Zusammenhang fragte Klaus Vogel, wie es für die privaten Waldbesitzer mit der Prämie aussieht. Voraussetzung sei nämlich die Zertifizierung. Werrlein riet den Privatwaldbesitzern, sich an die jeweilige Forstbetriebsgemeinschaft zu wenden, versprach aber auch, bei Revierförster Matthias Huckle nachzufragen.

Zum Thema Wald verwies der Bürgermeister darauf, dass die aktuellen Informationen zur Waldflurbereinigung an den öffentlichen Aushangstellen, im Gemeindeblatt, auf der Homepage der Gemeinde und auch in der Verwaltungsgemeinschaft einzusehen sind.

Weiter am dritten Donnerstag

Einstimmig beschloss das Gremium, dass die Ratssitzungen auch im neuen Jahr am dritten Donnerstag des Monats stattfinden. Auf die nächste Sitzung verschoben wurde hingegen der Beschluss zum Thema »Sondergebiet Großflächiger Einzelhandel Söllershöhe, Altfeld«, weil die Unterlagen fehlten.

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