Samstag, 15.05.2021

Ferdinand Huth mit 78 Jahren gestorben

Nachruf: Seniorchef des Malerbetriebs Huth war in vielen Ortvereinen aktiv

Triefenstein
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Fer­di­nand Huth, Se­ni­or­chef des gleich­na­mi­gen Ma­l­er­be­triebs, ist im Al­ter von 78 Jah­ren ver­s­tor­ben.

Er war Trennfelder von Geburt und aus Überzeugung, der seiner Heimat ein Leben lang treu blieb. 1941 geboren begann er Mitte der 50er Jahre eine Lehre bei seinem Onkel, »Röhrig's Sepp«, wo er anschließend auch als Maler arbeitete. Im Jahr 1967 heiratete er Hildegard Endres, mit der er sein Leben lang eine glückliche Ehe führte. Das Ehepaar bekam zwei Kinder: Armin und Gisela.

Eigenen Betrieb gegründet

Im Jahr 1969 wagte »Ferdl« den Schritt in die Selbstständigkeit, und gründete eine eigene Malerfirma, im neu mit Hallen für den Betrieb gebauten Wohnhaus. Seinen Malerbetrieb führte er zusammen mit seiner Ehefrau, die fürs Büro zuständig war, bis 1996. Ab da übergab er die Leitung des Betriebs an seinen Sohn Armin.

So konnte er sich auch vermehrt seinem Hobby, dem Renovieren alter Fachwerkhäuser in Trennfeld, widmen. Dazu gehörten das alte Röhrigs Häuschen (neben Metzgerei Bumm), in dem sein Großvater Jakob Röhrig vor über 100 Jahren als Tünchermeister den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hatte, und auch das Elternhaus seiner Ehefrau, das er mit viel Liebe zum Detail gestaltet hat.

Neben seinem Beruf hatte er noch eine große Leidenschaft, den Fußball. Er spielte viele Jahre in der Seniorenmannschaft und wurde 1973 zum Zweiten Vorsitzenden des SVB gewählt. Am Bau, Umbau und Unterhalt der Sportanlagen war er von Anfang an bis zu den letzten Arbeitseinsätzen in diesem Jahr immer mit viel Einsatz dabei.

Im Jahr 1986 wurde er zum Vorsitzenden des SV Bavaria gewählt und führte den Verein acht Jahre. Er war in dieser Zeit Mitorganisator vieler Heimatfeste, Beatabende und der bekannten Starkbier- und Weinherbstabende.

Besonders wichtig waren ihm aber die Aktiven, für die er als Mannschaftsbetreuer viele Jahre sorgte. Sein Erfahrungsschatz aus der eigenen sportlichen Karriere lieferte auch viel spannende Anekdoten, die er gerne so humorvoll wie ernst an die Mannschaften weitergab. Legendär sind die von ihm mitgegründeten »Lederhosenfreunde«, eine Traditions- und Wandergruppe innerhalb des SV Bavaria.

Für sein Engagement ehrte ihn 2005 der Landkreis durch Landrat Grein mit der Verdienstmedaille in Gold. Beim 60. Vereinsjubiläum 2006 ernannte der SVB Huth zum Ehrenmitglied, und er erhielt die große Verdienstnadel in Gold mit großen Kranz des BFV. Beim 70. Vereinsjubiläum wurde er zum Ehren-Vorsitzenden des SV Bavaria ernannt. Bis zuletzt kam er zu allen Spielen des Vereins.

Neben seinen Aufgaben in der Firma und im Sportverein fand er auch Zeit, sich in weiteren Ortsvereinen einzubringen. So war er früher aktives und langjähriges Mitglied im Gesangverein, er war Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, im Angelverein, im Obst- und Gartenbauverein und im Kindergartenverein.

Hintergrund

Ferdinand Huth war auch Träger der Verdienstmedaille des Landkreises Main-Spessart. Foto:

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