Donnerstag, 13.05.2021

Birkenfelder Wald leidet unter Dürre

Forstwirtschaft: Auch Borkenkäfer schadet

Birkenfeld
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»Al­les an­de­re als nor­mal«, be­ti­tel­te Re­vier­förs­ter Chri­s­toph Mül­ler in der jüngs­ten Ge­mein­de­rats­sit­zung sei­nen Forst­be­richt über das Be­triebs­jahr 2020 im Bir­ken­fel­der Ge­mein­de­wald: Nach drei Dür­re­jah­ren in Fol­ge lei­den vie­le Bäu­me durch zu we­nig Nie­der­schlä­ge un­ter mas­si­vem Tro­cken­stress.

Und auch der Borkenkäfer schade dem Wald. Dieses Jahr blieb der Wald zumindest von einem Frühlingssturm verschont, erläuterte Müller. In Billingshausen sei noch immer Käferholz gelagert, das aber schon verkauft sei.

Die Einnahmen aus der Waldbewirtschaftung beliefen sich auf 192 715 Euro, die Ausgaben auf 138 322 Euro. Dank der Waldprämie und Förderungen konnte ein Erlös von rund 54 000 Euro erzielt werden. Insgesamt wurden 3600 Festmeter geschlagen, davon rund 2600 Festmeter Fichte.

Im Forstplan für 2021 ist nach Meinung des Försters keine Regelbewirtschaftung möglich. Es sollen vorrangig die Freiflächen mit Baumarten wie Haselnuss, Elsbeere oder Baumhasel wieder aufgeforstet werden. Außerdem habe er eine Förderung für circa 250 Biotopbäume eingeplant.

An der Ortsstraße nach Remlingen müssen Bäume gefällt werden, da sie die Verkehrssicherheit und eine Telefonleitung gefährden. Die gefällten Bäume sollen im Wald bleiben und die Nutzung eines illegal entstandenen Trails verhindern, da die Gemeinde bei Unfällen für Schäden haftet.

Der Förster plant mit Einnahmen von 145 158 Euro und Ausgaben von 125 721 Euro, so dass der Erlös circa 20 000 Euro betragen soll. Der geplante Holzeinschlag liegt wie im Vorjahr bei rund 3600 Festmetern.

Zweite Bürgermeisterin Silke Hörning wünschte sich, den Wald weniger wirtschaftlich zu nutzen und mehr unter dem Aspekt der Schadensbegrenzung zu bewirtschaften. Die Gemeinderäte stimmten Forstbericht und Plan einstimmig zu.

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