42 Lichter zur Erinnerung an die Reichspogromnacht

NS-Terror: Hat 1938 auch Karbacher Juden getroffen

Karbach
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42 Lichter erinnern an die Reichspogromnacht und die deportierten jüdischen Mitbürger, die vom Karbacher Marktplatz aus, über den Platz'schen Garten und Verladebahnhof »Aumühle« in Würzburg in die Vernichtungslager im Osten verbracht wurden. Foto: Josef Laudenbacher Bildunterschrift 2020-11-12 --> 42 Lichter erinnern an die Reichspogromnacht. Foto: Josef Laudenbacher
Foto: Josef Laudenbacher
Ge­gen das Ver­ges­sen: An die Reichs­po­grom­nacht von 9. auf 10. No­vem­ber 1938, die in Kar­bach ei­nen Tag spä­ter über die Büh­ne ging und in der Ver­wüs­tung der Sy­na­go­ge, Woh­nun­gen und Ge­schäf­ten jü­di­scher Mit­bür­ger gip­fel­te, ge­den­ken 42 Er­in­ne­rungs­lich­ter in der Kar­ba­cher Mik­we.

Die Lichter bilden in dem ehemaligen jüdischen Frauenbad eine Menora, einen siebenarmigen Leuchter.

Altbürgermeister Kurt Kneipp schloss sich der von Josef Laudenbacher initiierten Aktion spontan an. Die Lichter erinnern an die 30 jüdischen Männer, Frauen und Kinder, die 1941/1942 von Karbach aus in die Vernichtungslager im Osten deportiert wurden.

Jüdische Einwohner waren in dem zum Hochstift Würzburg gehörenden Karbach seit 1699 nachweisbar. Die ältere Synagoge wurde veräußert - als ein Teil des Stettenberger Adelshofs, in dem viele jüdischen Familien wohnten, 1822 erworben und als Synagoge genutzt wurde.

Mikwe errichtet

1843 wurde das Haus, in dem auch ein Lehrerzimmer und eine Wohnung eingerichtet waren, vergrößert und 1844 eingeweiht. 1903 baute die israelitische Kultusgemeinde ihr Gemeindehaus um. Unmittelbar daneben war 1826 das Badehäuschen, die Mikwe, errichtet worden.

Der Judenfriedhof auf dem Mühlberg wurde 1819 angelegt. Dort sind 340 Bestattungen verzeichnet. Nach der Auflösung der jüdischen Gemeinde 1942 wurde die Synagoge von der Gemeinde 1951 offiziell erworben und zu einem Rathaus umgebaut.

Hintergrund

42 Lichter erinnern an die Reichspogromnacht. Foto:

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