»Pop meets Classic« in der Lohrer Stadthalle

Konzert: »Pop meets Classic« der Rock- und Soul-Big-Band Vorsicht Gebläse! begeistert das Publikum

Lohr a.Main
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Begeisterungsstürme beim Konzert »Pop meets Classic« der Rock- und Soul-Big-Band Gebläse XXL am Samstag in der Stadthalle in Lohr. Foto: Doris Pfaff
Foto: Doris Pfaff
Ein Wahn­sinns­sound in be­rau­schen­der Klang­fül­le: Un­ter dem Ti­tel »Pop meets Clas­sic« hat die Rock- und Soul-Big-Band Vor­sicht Ge­blä­se! am Sams­ta­g­a­bend die Stadt­hal­le zum Ro­cken ge­bracht.
Zum Ende des dreistündigen Konzertes mit mehr als zwanzig kontrastreichen Stücken, dargeboten von 80 Amateurkünstlern aus dem Raum Fulda, hielt es kaum einen der 450 Zuhörer mehr auf dem Sitz. Begeisterungsstürme brandeten los für das Orchester, das mit dem Blasorchester Neuhof und dem Streichensemble The Classic String Orchestra« zu einer ausdruckstarken XXL-Version verschmolzen war.
Pop und Rock dominieren
Gegenüber Pop und Rock hatte das klassische Element allerdings etwas das Nachsehen bei der Veranstaltung. Heiko Stolz, ein Musiker aus eigenen Reihen und frischgebackener Neuhofer Bürgermeister, moderierte humorvoll.
Als musikalischen Leiter des Gesamtensembles stellte Stolz den Dirigenten Paul Momberger aus dem Vogelsberg vor, der sich in einer solch heterogenen Truppe »zwischen Masochismus, Schizophrenie und Genialität« bewegen müsse.
Mit dabei waren drei Sängerinnen und zwei Sänger von »Vorsicht Gebläse!«, die die Gesangspartien des Programms übernahmen. Zudem glänzte die holländische Sopranistin Anja Vinken mit der Arie »O mio Babbino caro« aus Puccinis Oper Gianni Schicchi, mit »Don't cry for me Argentina« aus Andrew Lloyd Webbers Musical Evita und in einer ergreifenden Ballade mit dem fantastischen Duettpartner Thomas Bopp. Der Fame-Academy-Gewinner aus Maintal hatte das Publikum schon zuvor in den Bann gezogen, unter anderem mit John Miles packender Ode »Music«.
Bopps Können standen die anderen Interpreten nichts nach, - sei es als Solisten oder in wechselnden Formationen. So rissen die Soulröhren Annika Klar, Inka Marina Heil und Ute Krönung als Frontfrauen in einem Journey- Rockstück das Publikum vom Hocker ebenso wie als Hintergrund-Trio für Markus Schmitt, bei dessen unvergleichlichem Joe-Cocker-Cover »With a little Help from my Friends.«.
Streicher samtweich
Nach der Pause hielt, beginnend mit dem Song »Rosanna« ein sagenhaftes Toto-Medley Einzug. Durch und durch unter die Haut ging die Metallica-Ballade »Nothing else matters«, nicht zuletzt dank der groovigen Riffs, untermalt von samtweichen Klangteppichen der Streicher. Neben den blitzenden Bläsern setzte sich das Streichensemble auch in Edward Griegs Suite aus »Peer Gynt« und Tschaikowski Ouverture solennelle »1812« bestens in Szene. Eröffnet worden war das Konzert mit der bombastischen »Olympischen Fanfare,« gefolgt von einem galaktischen Ausflug zu den Filmmusiken »Star Wars« (John Williams) und »Skyfall« (Adele).
»The Show must go on« (Queen) erschallte es später aus allen Sängerkehlen und Instrumenten. Gänsehautfeeling dann noch einmal bei »Hey Jude« von den Beatles. Als Zugabe fegte schließlich Donna Summers Disco-Hit »Last Dance« über das Publikum hinweg. Erst mit dem Rausschmeißer » My way« , den Annika Klar sang, hieß es nach Hause gehen.
Doris Pfaff
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