Mario Paul zu B26n: Bin noch nicht festgelegt

Lohrer Bürgermeister weist Kritik an seinem Agieren zurück

Lohr a.Main
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Lohrs Bür­ger­meis­ter Ma­rio Paul sieht die Dis­kus­si­on über das Für und Wi­der der B26n aus dem Ru­der lau­fen. Er wol­le "kei­ne Mi­mo­se sein", den­ke aber, dass jüngs­te An­wür­fe ge­gen ei­ner sach­li­chen Dis­kus­si­on scha­de­ten. Paul er­klärt sei­ne Rol­le, wie er sie aus­fül­len will.

In den vergangenen Tagen musste sich Lohrs Bürgermeister Mario Paul reichlich Kritik anhören zu seinem Umgang mit dem Thema B26n. Vor allem die Lohrer Grünen, als deren Kandidat Paul vor einem Jahr erneut ins Amt gewählt worden war, schossen scharf gegen "ihren Bürgermeister". Sie warfen ihm unter anderem vor, den Stadtrat einseitig informiert zu haben. In einem offenen Brief des Lohrers Alexander Schuhmann an die Stadträte wurde Paul gar als "trojanisches Pferd im Fahrwasser der Lohrer Grünen" bezeichnet.

Er wolle "keine Mimose sein", sagt Paul im Gespräch mit der Redaktion, doch der Stil dieser Anwürfe habe ein Klima geschaffen, "das der Sache nicht guttut". Den derzeitigen politische Diskurs zur B26n und zum Zubringer nach Lohr empfinde er als "unsachlich", sagt Paul.

Auch die Gegner des Projektes müssten jedem "die Freiheit lassen, einen Standpunkt anzunehmen, der nicht der eigene ist". Er selbst, das sagt Paul, habe zu der Frage, ob Lohr sich für oder gegen die B26n positionieren soll, "noch keine finale Entscheidung getroffen".

Dass in der Sitzung des Stadtrats vor drei Wochen der Eindruck entstehen konnte, dass er eher pro B26n spreche, will Paul nicht bestreiten. Doch das habe womöglich an der Rolle gelegen, die er als Bürgermeister und Sitzungsleiter habe. Als solcher sei er quasi Gastgeber für diejenigen, die im Stadtrat als Außenstehende Infos geben. Dabei habe er darauf zu achten, dass ein höflicher Ton gewahrt bleibe. Auch sei er als Bürgermeister "mitverantwortlich für das, was in der Sitzung präsentiert wird". Deswegen würden die Sitzungen umfassend vorbereitet und vorbesprochen. Wenn er das Ergebnis dann in der Sitzung gegen Kritik verteidige, dann "mache ich das nicht, um das Projekt zu verteidigen", so Paul mit Blick auf die B26n.

Im Übrigen habe er nach der betreffenden Sitzung auch Rückmeldungen bekommen, die ihm eine unvoreingenommene Leitung bescheinigt hätten. Das sieht auch Brigitte Riedmann so. Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler gilt im Allgemeinen gewiss nicht als Anhängerin Pauls. In diesem Fall jedoch, so erklärte sie bei einem eigens deswegen getätigten Anruf in der Redaktion, empfinde sie die Kritik an Paul ungerechtfertigt. Die Tagesordnung der Sitzung sei im Vorfeld unter den Fraktionen genau besprochen worden. Alle seien einverstanden gewesen. Dann könne man sich nicht hinterher beschweren. Paul sei "in der Sitzungsleitung unparteiisch" gewesen, so Riedmann.

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