Neue Entwicklungsstrategie für Spessart als Ziel

Digitale Bürgerwerkstatt

MAIN-SPESSART
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Mit ei­ner di­gi­ta­len Bür­ger­werk­statt hat die Lo­ka­le Ak­ti­ons­grup­pe (LAG) Spess­art für das EU-Pro­gramm Lea­der am Don­ners­tag die Bür­ger­be­tei­li­gung in Ter­min­form für ei­ne neue lo­ka­le Ent­wick­lungs­st­ra­te­gie (LES) be­gon­nen.

Diese ist die Voraussetzung, um auch für die neue Förderperiode als förderfähig anerkannt zu werden, die Anfang 2023 beginnt.

Leader ist ein EU-Programm, das die ländlichen Regionen in ihrer Entwicklung unterstützen soll. Eine Säule des Leader-Konzepts ist die Arbeit mit LAG. Davon gibt es allein in Bayern 68. Die LAG Spessart umfasst in etwa den westlichen Kreis Main-Spessart und den östlichen Kreis Aschaffenburg. Die Geschäftsstelle befindet sich im Huttenschloss in Gemünden.

Viele Projekte gefördert

In der vorangegangenen Förderperiode seit 2014 wurden nach Angaben des LAG-Managers Peter Niehoff 26 Projekte und 30 Kleinprojekte (Unterstützung von Bürgerengagement) gefördert. Dafür seien rund zwei Millionen Euro zusätzliche Fördergelder in den Bereich der LAG Spessart geholt worden.

Schutzhütten an Wanderwegen

Niehoff hob drei Projekte hervor. Bei der Aktion »Wald erfahren« wurden Ladestationen für E-Bikes aufgestellt. Für fast eine halbe Million Euro wurden und werden noch 23 Schutz- und Informationshütten entlang von Wanderwegen gebaut. Beim Projekt »Spessartrampe« der Gemeinde Laufach soll Eisenbahngeschichte erlebbar gemacht werden.

Die neue Leader-Förderperiode sei für die Jahre 2023 bis 2027 vorgesehen, berichtete der zweite Manager der LAG Spessart, Torsten Noe. Um weitere Fördergelder zu erhalten, müsse die LAG Spessart vom bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wieder anerkannt werden. Dafür brauche sie eine neue lokale Entwicklungsstrategie, die bis spätestens 15. Juli beim Ministerium eingereicht werden müsse. Bis Jahresende solle dann die Entscheidung über die erneute Anerkennung fallen.

Für diese LES sollten »Handlungsbedarfe in der Region identifiziert werden«, erläuterten Lisa Ritter und Julia Fangauer von der Forchheimer Niederlassung der Beratungsfirma Cima GmbH, die die LAG Spessart betreut. Sie moderierten die digitale Bürgerwerkstatt, bei der es darum ging, Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der Region in acht Handlungsfeldern herauszuarbeiten und erste Projektideen zu sammeln.

So wurde beispielsweise im Handlungsfeld Forst- und Landwirtschaft die Profilierung als Wald- und Holzregion als Stärke herausgehoben. Allerdings drohten Risiken durch den Klimawandel und den verzögerten Umbau der Wälder für die zu erwartende größere Trockenheit. Im Handlungsfeld Baukultur und Ortsbilder wurde der Spagat zwischen zunehmenden Leerständen in den einen Gemeinden und einem Bauboom mit Flächenverbrauch in anderen Ortschaften angesprochen.

Bereits seit einiger Zeit online ist im Internetauftritt für die neue LES eine sogenannte Wikimap mit einer Karte der LAG Spessart. Dort können Bürgerinnen und Bürger bestimmte Orte ansteuern, für die sie Ideen haben und Projekte vorschlagen wollen. Das ist noch bis Ende April möglich.

Noch einmal am 5. April

Die nächste Bürgerwerkstatt zum selben Themenkreis für Interessierte, die am Donnerstag keine Zeit hatten, ist am 5. April um 18.30 Uhr. Am 27. April gibt es ab 14 Uhr eine Strategiewerkstatt mit Experten in Haibach in Präsenzform. Im Juni sollen in einer Mitgliederversammlung die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses vorgestellt werden.

Weitere Informationen im Internet unter https://www.leaderspessart2023.de.

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