Nahverkehr: Probleme im Sinngrund

SPD-Termin: Erläuterung der Situation vor Ort

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Auf An­re­gung der stell­ver­t­re­ten­den Land­rä­tin Pa­me­la Nem­bach (SPD) ha­ben die stell­ver­t­re­ten­den Bür­ger­meis­ter aus Burg­s­inn, Chris­ti­an Gu­ter­muth, und Mit­tel­sinn, Dirk Schie­fer, dem SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Bernd Rüt­zel und Nem­bach kürz­lich die Schwach­s­tel­len im Nah­ver­kehr im Sinn­grund bei ei­nem Vor-Ort-Ter­min er­läu­tert.

Darüber berichtet Nembach in einer Pressemitteilung.

Bürger hätten zu Beginn der Veranstaltung den Wegfall der frühesten Bahnverbindung nach Würzburg um 4.57 Uhr seit dem 12. Dezember beklagt. Besonders für Berufstätige, deren Arbeitszeit um 6 Uhr beginne, sei es derzeit nicht möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln pünktlich zum Arbeitsplatz zu kommen. Ein Auszubildender der Bahn kann zudem nun nicht mehr rechtzeitig nach Nürnberg zu seinem Ausbildungsplatz kommen, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. »Entweder bekommt er jetzt, nach dem Wegfall der Verbindung, von seinem Ausbilder eine Sondererlaubnis, regelmäßig später anfangen zu können, oder er muss sich in Nürnberg ein Zimmer suchen«, beklagte der Vater.

Auch die etwa 40 Minuten spätere Bahnverbindung nach Gemünden habe Tücken, so Schiefer: »Die Fahrgäste haben dann gerade mal sechs Minuten, um nach Würzburg umzusteigen. Bei Verspätungen ist der Anschlusszug dann weg und man kommt noch später zur Arbeit.«

Über 1000 Unterschriften

Lioba Zieres, Bürgermeisterin von Obersinn, beklagte später auch die Situation in ihrer Gemeinde: »Täglich versuche ich Lösungen für die Menschen im Ort zu finden, die seit September eine deutlich schlechtere Busverbindung haben.« Das Landratsamt begründe den veränderten Fahrplan mit der Anbindung Obersinns an den Schienenverkehr, »aber«, so Zieres, »entscheidend ist eigentlich die Erreichbarkeit von Jossa, eine Verbindung, die über Jahrzehnte bestanden hat und nun eingestellt worden ist.«

Wenn Bürger in Obersinn vom Bus auf die Bahn umsteigen würden, ergäben sich am Bahnhof in Burgsinn weitere Probleme für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder Eltern mit Kinderwagen, ergänzte Gutermuth laut der Pressemitteilung. »Seit Jahren kämpfen wir dafür, dass die Bahn im Zuge der Sanierung des Bahnhofs in Burgsinn in vier Jahren auch einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen baut.« Eine von Gutermuth und Zieres durchgeführte Unterschriftenkampagne mit über 1000 Unterstützern habe die Bahn bisher nicht zum Einlenken bewegt, heißt es in der Mitteilung weiter. »Etliche Runde Tische haben wir inzwischen organisiert«, so Rützel, »und die Fortschritte bleiben marginal. Während in Hessen der barrierefreie Ausbau auch kleiner Bahnhöfe in Angriff genommen wird, beruft man sich in Bayern auf die Fahrgastzahlen, um sich aus der gesellschaftlichen Verantwortung zu schleichen.«

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