Mutter sagt nicht aus: Verfahren wegen Betrugs eingestellt

Gericht: Reifenkauf mit falschen Kontodaten nicht nachweisbar

Main-Spessart
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Weil sei­ne Mut­ter ihn of­fen­bar nicht mit ei­ner Aus­sa­ge vor Ge­richt be­las­ten woll­te, ist am Mitt­woch das Ver­fah­ren am Amts­ge­richt in Ge­mün­den ge­gen ei­nen 26-Jäh­ri­gen aus Main-Spess­art we­gen Be­trugs ein­ge­s­tellt wor­den. Der An­ge­klag­te be­s­tritt, mit den Kon­to­da­ten sei­ner Mut­ter Rei­fen ge­kauft zu ha­ben. Und die Frau er­klär­te in ei­ner E-Mail, dass sie von ih­rem Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht Ge­brauch ma­che.

402 Euro soll der 26-Jährige laut Anklageschrift am 5. November 2020 im Internet für einen Satz Reifen ausgegeben und dabei die Kontodaten seiner Mutter angegeben haben. Damit habe er sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil erschlichen, der als Betrug strafbar ist, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Der Angeklagte bezeichnete den Vorwurf als »schwachsinnig«. Er habe zum Tatzeitpunkt gar kein Auto besessen und vermutet daher einen Identitätsdiebstahl. Wer denn die Reifen entgegengenommen haben soll, fragte er Richter und Staatsanwaltschaft. Er sei nie in deren Besitz gewesen. Auch von einer Verurteilung wegen Beleidigung und Bedrohung wollte der 26-Jährige in der Verhandlung nichts gewusst haben. Ihm sei nie ein Schreiben zugestellt worden. Die Staatsanwältin riet ihm schließlich dazu, sich danach zu erkundigen. Immerhin habe er eine Geldstrafe abzuleisten.

Richter Sven Krischker stellte das Verfahren wegen Betrugs schließlich ein.

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