Mit Pfeil und Bogen auf Gamsen, Schwarzbär und Luchs

Erlebnispädagogik: Ein acht Hektar großer Bogenparcous mit 28 Stationen und 55 Zielen ist seit Ende Mai eingerichtet

Rieneck
1 Min.

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Bogenschießen auf 3D-Tier-Ziele: Dieses erlebnispädagogische Angebot gibt es auf dem Gelände an der Burg Rieneck. Foto: Lothar Fuchs
Foto: Lothar Fuchs
Zwei Gam­sen am Hang na­he des Riene­cker Fried­ho­fes, ein Schwarz­bär im Wald na­he der Riene­cker Burg. Sind in Rieneck stand­ort­f­rem­de Tie­re, vi­el­leicht als Fol­ge des Kli­ma­wan­dels auf­ge­taucht? So fra­gen sich Wan­de­rer und Be­su­cher auf ih­rem Spa­zier­gang rund um das Riene­cker Wahr­zei­chen.

Bei näherem Hinsehen ist das Rätsel schnell gelöst. Es handelt sich um »3D-Tiere« aus Kunststoff. Auf einem etwa acht Hektar großen Gelände stehen 28 Stationen mit 55 Zielen. Der Rundweg ist ca. zwei Kilometer lang. Er führt durch Waldstücke und über Streuobstwiesen.

Seit 30. Mai dieses Jahres ist das Gelände für das »Integrative Bogenschießen«, ein Projekt von »EP-Extratouren Erlebnispädagogik gemeinnützige UG, Rieneck« ausgestattet. Wie Geschäftsführer Andreas Michel mitteilt, soll mit dem Bogenparcours die soziale Arbeit für Menschen mit Behinderung und deren Integration belebt werden.

Seit Eröffnung des Parcours haben etwa 400 Teilnehmer das Angebot genutzt. Es ist für Kindergruppen und Schulklassen sowie für Menschen mit körperlicher, geistiger und psychischer Beeinträchtigung, sowie für alle, die Freude am Bogenschießen haben geeignet.

Auf Burg Rieneck ist ein fester Stützpunkt der EP-Extratouren. Neben Bogenschießen und Abseilen vom 20 Meter hohen Burgturm gibt es Kooperationsübungen und Orientierungstouren. Das Projekt wird von der Katharina-Witt-Stiftung unterstützt.

Die Anmeldung kann man vom Parkplatz am Rienecker Friedhof in etwa zehn Gehminuten erreichen. Vor der kleinen Holzhütte, auf der ein vom Pfeil getroffener Adler sitzt, rasten zwei kapitale Damhirsche, an einem Holzstamm hangelt sich ein Luchs hoch. Hier bekommen Interessierte den Zweck des Bogenschießens unter fachkundiger Anleitung von pädagogischem Personal erläutert. Danach kann man sich auf die nahe Einschießwiese begeben, die auch Startpunkt zu den 28 Stationen mit 3D-Tieren ist.

Auf dem Rienecker Bogenparcours ist ausschließlich das Schießen mit Compoundbögen und die Verwendung von Blasrohren mit gestattet. Ausgeschlossen sind Armbrust und andere Waffen oder Sportgeräte.

Hintergrund: Erlebnispädagogik EP-Extratouren

EP-Extratouren ist ein 2014 gegründetes gemeinnütziges Bildungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Erlebnispädagogik für Jugendliche und junge Erwachsene, teilt das Unternehmen auf seiner Homepage mit.

Ziel ist die Förderung junger Menschen mit den Mitteln der Erlebnispädagogik. Dabei geht es um die Stärkung der Gemeinschaft sowie die Erweiterung individueller Fähigkeiten und Perspektiven jedes Einzelnen. Methode ist das Handeln in einem herausfordernden, naturbezogenen Rahmen. Lernen mit allen Sinnen wird möglich. (fin)

bEP-Extratouren Rieneck: Tel. 09354 3040072, per E-Mail: info@ep-extratouren.de und unter: www.ep-extratouren.de

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